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Editorial

Bundesdaten belegen: Bevölkerungswachstum gefährdet Energiesicherheit

Obwohl sich links-grüne Parteien als wissenschaftliche Umweltvertreter brüsten, ist deren Energiepolitik stark ideologisch und faktenfremd. Ironischerweise leiden darunter die Schweizer Umwelt und die Energiesicherheit. Dabei genügte es doch, einen Blick in die Statistiken des Bundes zu werfen.

Eine zuverlässige, sichere Stromversorgung ist fundamental für eine funktionierende Wirtschaft und unser tägliches Leben. Sie ist heute stark gefährdet. Die staatliche Regulierungsbehörde Elcom warnte erst kürzlich vor Stromrationierungen bei einem Totalausfall von russischem Gas. Gleichzeitig möchte die SP-Bundesrätin Simonetta Sommaruga Gaskraftwerke zubauen, um die aufgrund der verfehlten Energiepolitik drohende Stromlücke zu schliessen – Widerspruchspolitik par excellence. Die EMPA ist alarmiert, dass bis 2050 rund ¾ (40 Terawattstunden (TWh)) der heutigen Stromproduktion ersetzt werden müssen, und die Ecole polytechnique fédérale de Lausanne (EPFL) zeigt auf, dass eine CO2-freie Energieversorgung allein mit erneuerbaren Energien massiv negative Konsequenzen für die Umwelt haben würde, respektive praktisch nicht umsetzbar sein dürfte.

Kein anderes Land wuchs so stark wie die Schweiz
In der Debatte um die Sicherstellung einer zuverlässigen Energieversorgung wird jedoch das ungebremste Bevölkerungswachstum als einer der zentralsten Treiber für einen erhöhten Ressourcenverbrauch von allen Seiten komplett verschwiegen. Die Bevölkerung der Schweiz ist seit 2000 um etwa 1.5 Millionen Menschen angewachsen, jährlich also um eine Stadt St. Gallen. Gemäss UNO-Daten wuchs die Schweiz seit 2000 um 21%, was 16mal mehr ist als Deutschland (1.3%). Kein anderes, grösseres europäisches Land wuchs so schnell wie die Schweiz. Glaubt man den Daten des Bundes, entstand das Wachstum zu 80% durch Zuwanderung, insbesondere aus EU- und EFTA-Staaten.

Dieses Wachstum hat fatale Konsequenzen für die Energiesicherheit. Von 2001 bis 2019 hat der Stromverbrauch pro Kopf um 10.3% abgenommen. Herr und Frau Schweizer brauchen also deutlich weniger Strom als noch vor 20 Jahren. Aber: Die gesamte Nachfrage stieg im selben Zeitraum um 6.4%, oder in Zahlen um 3.45 TWh. Als Vergleich: Dies ist mehr als der jährlich produzierte Strom des Kernkraftwerks Mühleberg (3TWh), das sich im Rückbau befindet. Die Daten der Bundesämter selbst belegen also, dass das Bevölkerungswachstum die Sparbemühungen und den technischen Fortschritt mehr als zunichtemacht.

Schweiz muss Zuwanderung eigenständig steuern
Ein vertiefter Blick in die Elektrizitätsstatistik des Bundes zeigt, dass der Stromverbrauch nur in drei Sektoren zunahm: Haushalte (+18.7%), Dienstleistungen (+9.3%) und Verkehr (+6.8%). Zusammen verschlingen diese, allesamt getrieben durch das Bevölkerungswachstum, im Jahr 2019 mit 4.6 TWh mehr Strom als noch 2001. Nur zwei Sektoren verbrauchen weniger Strom: Die Landwirtschaft (-7.3%) und die Industrie (-5.9%), zusammen 1.15 TWh weniger pro Jahr. Trotzdem informierte der Bund (Ostral) vergangenen Herbst rund 30’000 Unternehmen, dass der Bundesrat die Firmen bei Stromknappheit zwingen kann, ihren Verbrauch zu drosseln.

Das massive Bevölkerungswachstum ist also neben der komplett verfehlten Energiestrategie 2050 – so belegen es Bundesdaten – Haupttreiber für die Gefährdung der Energiesicherheit, der steigenden Umweltbelastung und des erhöhten Ressourcenverbrauchs der Schweiz. Die Schweizer Politik muss endlich dieses ideologische Verhalten ablegen und transparent, wissenschaftlich und faktenbasiert arbeiten. Die Schweiz braucht eine sichere, unabhängige und kostengünstige Energieversorgung sowie eine nachhaltig und eigenständig gesteuerte Zuwanderungspolitik.

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