Mitmachen
Editorial

Die Arbeitslosigkeit steigt: Wer ist schuld daran?

Die Arbeitslosenquote in der Schweiz ist im Dezember auf erschreckende 3,7 Prozent angestiegen, wobei sie bei den Schweizern 2,5 Prozent, bei den Ausländern volle 7,3 Prozent beträgt. Oder anders ausgedrückt: Annähernd jeder zweite Arbeitslose ist Ausländer (48,4%) – dies bei einem Ausländeranteil von 24 Prozent. Dabei sind die dauernd Ausgesteuerten noch nicht einmal mitgezählt. 

Die Arbeitslosenquote in der Schweiz ist im Dezember auf erschreckende 3,7 Prozent angestiegen, wobei sie bei den Schweizern 2,5 Prozent, bei den Ausländern volle 7,3 Prozent beträgt. Oder anders ausgedrückt: Annähernd jeder zweite Arbeitslose ist Ausländer (48,4%) – dies bei einem Ausländeranteil von 24 Prozent. Dabei sind die dauernd Ausgesteuerten noch nicht einmal mitgezählt. Was die Zahl der Erwerbslosen betrifft, so schneidet die Schweiz mittlerweile sogar schlechter ab als Deutschland. Solche Arbeitslosigkeitsraten kannten wir in der Vergangenheit nur bei scharfen Rezessionen.

Seit Einführung der vollen Personenfreizügigkeit wurden im verarbeitenden Sektor (Industrie) 37‘000 Stellen abgebaut. Dabei betont gerade diese Branche, man sei auf Zuwanderung angewiesen. Von den in dieser Zeit geschaffenen neuen Stellen entfallen zwei Drittel auf staatliche beziehungsweise staatsnahe Dienste. Im Vergleich zum Vorjahr waren im Industriesektor 13,1 Prozent mehr Arbeitslose zu verzeichnen, bei den Dienstleistungen waren es 7,4 Prozent. Seit 2013 verzeichnet die Arbeitslosenquote der älteren Arbeitnehmer (ab 50-Jährige) ebenfalls steigende Werte. Immer wieder wird betont, wir seien speziell in den Bereichen Bildung und Gesundheit dringend auf Zuwanderung angewiesen. Dabei sind gegenwärtig im Bereich „Gesundheits- und Sozialwesen“ 11‘277 Personen arbeitslos; im Bereich „Erziehung und Unterricht“ suchen 4‘497 inländische Personen eine Stelle. Und was den vielbeklagten Ingenieurmangel betrifft: 2‘300 in der Schweiz niedergelassene entsprechende Fachkräfte bemühen sich gegenwärtig vergeblich, einen Arbeitsplatz zu finden.

Die Wirklichkeit dieser Zahlen widerspricht drastisch der von Bundesrat und Wirtschaftsverbänden verkündeten Frohbotschaft der Vorteile der Personenfreizügigkeit. Trotz schwierigerer Wirtschaftslage mit einem negativen Pro-Kopf-Wachstum und trotz der von Volk und Ständen angenommenen Zuwanderungsinitiative haben sich im abgelaufenen Jahr netto wiederum annähernd 75‘000 Personen in unserem Land niedergelassen. Seit Einführung der vollen Personenfreizügigkeit mit der EU ist die Arbeitslosigkeit in der Schweiz nie mehr unter 3 Prozent gefallen. Ein sachliches Fazit lautet, dass es im Wesentlichen zwei Gründe für die steigende Arbeitslosigkeit gibt: den schwachen Euro und die Personenfreizügigkeit.

Doch wie kommentierte das „Echo der Zeit“ von Radio SRF diese Zahlen? Die Schweiz habe sich bei der Zunahme der Arbeitslosigkeit „einiges selber eingebrockt“, wurde dort behauptet. Um wörtlich fortzufahren: „Das schwierige Verhältnis mit der EU, unter anderem wegen der Annahme der Zuwanderungsinitiative, die anstehende Abstimmung über die Durchsetzungsinitiative; all das bekommen Wirtschaft und Arbeitsmarkt negativ zu spüren. Dafür ist die Schweiz verantwortlich.“ 

Diese Aussagen sind nicht nur unqualifiziert, sondern geradezu peinlich. So schwierig kann das Verhältnis zur EU nicht sein, wenn sich jährlich Zehntausende von EU-Bürgern in der Schweiz niederlassen. Und es bedarf einer blühenden Fantasie, zwei SVP-Initiativen die Schuld an der Arbeitslosigkeit zuzuschieben, deren Realisierung sich noch nicht einmal in der Ferne abzeichnet. Ganz abgesehen davon, dass die Wirtschaft – nicht zuletzt die Tourismusbranche – von mehr Sicherheit dank konsequenterer Ausschaffung krimineller Ausländer nur profitieren könnte. Kommentator im „Echo der Zeit“ war übrigens Massimo Agostini. Der gelernte Hochbauzeichner war ehemals Journalist bei der gescheiterten SP-Zeitung „Basler AZ“, dann Gründungsmitglied bei der alternativen Basler Stadtzeitung „Dementi“, bevor er als „Wirtschaftsredaktor“ Unterschlupf bei unserem Staatssender fand.

 

Artikel teilen
Themen
über den Autor
SVP Nationalrat (ZH)
mehr zum Thema
Referat
Artikel teilen
21.08.2021, von Marco Chiesa
Rede von Marco Chiesa SVP Schweiz Delegiertenversammlung vom 21. August 2021 mehr lesen
Referat
Artikel teilen
21.08.2021, von Thomas Aeschi
Vor zwei Jahren, am 31. August 2019 haben alle Kandidierenden der SVP aus der ganzen Schweiz vor... mehr lesen
Medienkonferenz
Artikel teilen
03.08.2021
An einer Medienkonferenz bei der Ernst Fischer AG in Romanshorn legt die SVP dar, wie die Schweiz... mehr lesen
weiterlesen
Themen & Standpunkte
Mensch, Familie, Gesellschaft

Eigenverantwortung statt Bevormundung.

Aussenpolitik

Unabhängigkeit und Selbstbestimmung.

Eigentum stärken - Freiheit stärken

Gegen Enteignung, für den Schutz der Privatsphäre.

Verkehr

Kampf den Staus und Schikanen im Strassenverkehr.

Internet und Digitalisierung
Für ein freies Internet.
Bildung

Abgehobene Reformen stoppen, zurück zur praxisorientierten Bildung.

Landwirtschaft

Für eine einheimische Produktion.

Armee

Sicherheit für unsere Bevölkerung.

Ausländerpolitik

Zuwanderung auf ein gesundes Mass reduzieren.

Social Media
Besuchen Sie uns bei:
Oder öffnen Sie unsere Social Pinwand. Alle Posts und Bilder auf einer Seite.
Newsletter
Wenn Sie regelmässig über die SVP und unsere Arbeit informiert werden wollen, abonnieren Sie hier unseren Newsletter.
Schweizerische Volkspartei SVP, Generalsekretariat, Postfach, 3001 Bern
Tel.031 300 58 58 – E-Mail:info@svp.ch – PC:30-8828-5

Diese Seite teilen

Wir verwenden Cookies, um Inhalte und Anzeigen zu personalisieren, Funktionen für soziale Medien anbieten und Zugriffe auf unsere Webseite analysieren zu können. Ausserdem geben wir Informationen zur Nutzung unserer Webseite an unsere Partner für soziale Medien, Werbung und Analysen weiter. Details ansehen
Ich bin einverstanden