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Editorial

Gemeinsam sichern wir unsere AHV – für alle!

Die Altersvorsorge betrifft uns alle! Am 25. September 2022 geht es um die Verlässlichkeit, die Finanzierbarkeit und die Stabilität unseres bewährten 3-Säulen-System. Wir müssen es für unsere Kinder und Enkel erhalten und sichern.

Die AHV, ist und bleibt die zentrale Säule dieser Altersvorsorge, neben der Pensionskasse und dem selbst fürs Alter Ersparten. Die AHV gerät aber immer mehr in finanzielle Schieflage, wegen des zunehmenden Ungleichgewichts zwischen Aktiven, die einzahlen, und Rentnern, die Anspruch auf Rentenleistungen haben.

Die AHV wird im Umlageverfahren finanziert. Das heisst, die Renten für die Senioren werden durch die Beiträge der Erwerbstätigen bezahlt. Mit der Pensionierung der Babyboomer steigt die Zahl der Pensionierten deutlich an. Gleichzeitig sinkt die Zahl der Erwerbstätigen. Dadurch muss die Rente eines Pensionärs von immer weniger Personen im Erwerbsalter finanziert werden. Jüngere Generationen werden so immer stärker finanziell belastet. Damit wankt auch die die Generationengerechtigkeit.

Die AHV 21 ist der notwendige Schritt zur Stabilisierung der Altersvorsorge, so dass auch kommende Generationen noch vom wichtigsten Sozialwerk der Schweiz profitieren können.

Frauen werden nicht benachteiligt
Die Reform umfasst zwei Teile: die Änderung des AHV-Gesetzes und die Änderung der Bundesverfassung infolge Erhöhung der Mehrwertsteuer. Das Referenzalter wird flexibilisiert und dasjenige der Frauen wird schrittweise an jenes der Männer angepasst. Die Anpassung des Referenzalters bringt der AHV jährlich rund 1,4 Milliarden Franken zusätzlich ein.

Die Frauen-Jahrgänge, die kurz vor der Pensionierung stehen, werden nicht benachteiligt. Sie profitieren von grosszügigen Ausgleichsmassnahmen und erhalten lebenslange Renten-Zuschläge oder günstige Bedingungen für den Vorruhestand.

Diese strukturellen Massnahmen reichen zur Stabilisierung aber noch nicht aus. Es braucht zusätzlich einen finanziellen Zustupf. Dafür sieht die Vorlage die leichte Erhöhung der Mehrwertsteuer vor, was der AHV Mehreinnahmen von bis zu 1.5 Milliarden Franken pro Jahr bringt.

Linke blockieren die dringend nötige AHV-Reform
Die AHV konnte aufgrund einer dauernden linken Blockadepolitik in den letzten 25 Jahren nicht mehr modernisiert werden. Die Linke würde am liebsten nur noch eine staatliche, bzw. progressiv steuerfinanzierte Rente haben. Umso wichtiger ist es für uns, mit dieser klar bürgerlichen Reform, jetzt im September auch beim Volk Erfolg zu haben. Die AHV kann gleichzeitig stabilisiert, modernisiert und flexibilisiert werden, ohne dass es zu Rentenkürzungen für die Pensionierten kommt. Auch die Mehrwertsteuer-Erhöhung ist für die Sicherung der Renten notwendig. Es handelt sich – gerade auch dank der SVP – um eine minimale Erhöhung.

So leisten alle Generationen einen Beitrag zur Sicherung der AHV. Wir sollten deshalb am 25. September 2022 deutlich und 2x Ja sagen zur AHV 21.

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09.09.2022, von Thomas de Courten
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