Mitmachen
Editorial

Gesicht zeigen!

Warum haben Frankreich, Holland, Belgien, Italien und 15 andere Länder oder Regionen ein Burkaverbot erlassen? Warum kennen sogar fünf islamische Staaten, darunter Marokko, ein Verschleierungs- oder Verhüllungsverbot? Warum hat die Tessiner Bevölkerung mit 65 Prozent Zustimmung ebenfalls einem Verbot zugestimmt? Ganz einfach: Die Bevölkerung fühlt sich unwohl, wenn Personen sich verhüllen.

Zumindest die grosse Mehrheit der Bürgerinnen und Bürger fühlt sich in der Nähe von verhüllten Personen unbehaglich. Dies gilt für Burkaträgerinnen genauso wie für verhüllte Chaoten des «schwarzen Blocks». Ich unterstütze die eidgenössische Volksinitiative «Ja zum Verhüllungsverbot». Gelangt diese einst vors Volk, so wird sie wohl mit einem noch klareren Mehr angenommen werden als 2009 die Minarett-Initiative (57 Prozent Ja).

Zum Glück sehen wir uns bei diesem Ansinnen für einmal auch nicht einer etwaigen Verletzung der Menschenrechte konfrontiert. Denn sogar der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte (EGMR) in Strassburg hat 2014 die Beschwerde einer französischen Muslimin abgewiesen, die sich beschwerte, ihre Burka nicht öffentlich tragen zu dürfen. Das Niqab- oder Burkaverbot in der Öffentlichkeit verletzt gemäss EGMR weder die Religions- noch die Meinungsfreiheit und ist auch nicht diskriminierend.

Wir Parlamentarier in Bundesbern vergessen oftmals zwischen den Zeilen zu lesen. Bei der Minarett-Initiative ging es den wenigsten um die vier Türme, sondern um das Unbehagen einer fortschreitenden Islamisierung der Schweiz und Europas. Auch bei der Burka-Initiative wird es nur sekundär um die vereinzelten Niqab- oder Burkaträgerinnen gehen. Sondern um die berechtigte Furcht vor der Entstehung einer islamischen Parallelgesellschaft mit ihren Sonderwünschen und Gefahren. Stichworte sind: Dispensation vom Schwimmunterricht, Verweigerung des Händedrucks, offene Verteilung des Korans oder der «Lies»-Bücher, Gebetsräume in hiesigen Schulzimmern, Finanzierung von Moscheen aus dubiosen und/oder ausländischen Quellen oder Hasspredigten in Moscheen wie der «An-Nur»-Moschee in Winterthur.

Ähnliche Überlegungen haben in diversen anderen Ländern zum Burkaverbot geführt. Die Islamisierung ist in diesen Ländern bereits viel weiter fortgeschritten als bei uns. Frankreich und Belgien nehmen diese Bewegung und Entwicklung vorweg. Auch überrascht nicht, dass gerade in diesen Ländern der «IS-Terror» am meisten wütet. Minarette und die komplette Gesichtsverschleierung der Frau sind geradezu Symbole für ein anderes gesellschaftliches Modell, für andere Gesellschaftswerte, die wir nicht teilen. Sie stehen unserer christlich-abendländischen Kultur und Gesellschaftsordnung diametral gegenüber.


Unterschreiben Sie jetzt!
http://www.verhuellungsverbot.ch/unterschreiben/

Artikel teilen
Themen
über den Autor
Parteilos Ständerat (Parteilos) SH
mehr zum Thema
Parteizeitung
Artikel teilen
05.09.2017, von Barbara Keller-Inhelder
Die donnernden Schlagzeilen über den Bieler Hassprediger Abu Ramadan, dem Fürsorgeleistungen in der Höhe von 600’000 Franken... mehr lesen
Parteizeitung
Artikel teilen
05.09.2017, von Gregor Rutz
Gemäss Bundesverfassung müssen Straftäter, die wegen bestimmter schwerer Delikte verurteilt worden sind, die Schweiz verlassen und mit... mehr lesen
Vernehmlassung
Artikel teilen
05.09.2017
Änderung der Verordnung über Zulassung, Aufenthalt und Erwerbstätigkeit (VZAE), der Verordnung über die Integration von Ausländerinnen und... mehr lesen
weiterlesen
Themen & Standpunkte
Landesverteidigung

Sicherheit für Land und Leute

Bürger & Staat

Bedrohte Freiheit verteidigen

Medienpolitik

Mehr Vielfalt, weniger Staat

Asylpolitik

Asylchaos endlich beenden

Umweltpolitik

Intakte Umwelt für uns und unsere Nachkommen

Kulturpolitik

Kultur ist Sache der Kultur

Eigentum

Gegen Enteignung, für den Schutz der Privatsphäre

Sozialpolitik

Sozialwerke sichern, Missbräuche bekämpfen

Sonderfall Schweiz

Selbstbestimmt und selbstbewusst

Social Media
Besuchen Sie uns bei:
Oder öffnen Sie unsere Social Pinwand. Alle Posts und Bilder auf einer Seite.
Newsletter
Wenn Sie regelmässig über die SVP und unsere Arbeit informiert werden wollen, abonnieren Sie hier unseren Newsletter.
Schweizerische Volkspartei SVP, Generalsekretariat, Postfach, 3001 Bern
Tel. 031 300 58 58 – Fax 031 300 58 59 – E-Mail: info@svp.ch – PC: 30-8828-5

Diese Seite per E-Mail weiterempfehlen


Wir verwenden Cookies, um Inhalte und Anzeige zu personalisieren, Funktionen für soziale Medien anzubieten zu können und Zugriffe auf unsere Webseite zu analysieren. Auserdem geben wir Informationen zur Nutzung unserer Webseite an unsere Partner für soziale Medien, Werbung und Analysen weiter. Details ansehen
Ich bin einverstanden