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Editorial

SRG-Direktorenwahl: Voreilige Kritik?

Die SVP hat am vergangenen Mittwoch die Wahl von Roger de Weck zum neuen SRG-Generaldirektor kritisiert. Sie wurde für diese Kritik von verschiedenen Medien gescholten. Es gehe nicht an, de Weck…

Die SVP hat am vergangenen Mittwoch die Wahl von Roger de Weck zum neuen SRG-Generaldirektor kritisiert. Sie wurde für diese Kritik von verschiedenen Medien gescholten. Es gehe nicht an, de Weck noch bevor er sein Amt angetreten hat zu tadeln. Der SVP gehe es lediglich darum, die Intellektuellen als neues Feindbild emporzustilisieren. Wie berechtigt die Kritik der SVP am SRG-Wahlentscheid war, zeigt sich nun immer deutlicher.

Bei der Wahl des neuen SRG-Generaldirektors ging offensichtlich nicht alles mit rechten Dingen zu. Das Anforderungsprofil wurde dem Vernehmen nach im laufenden Verfahren noch geändert. Es war – von links bis rechts – eigentlich unbestritten, dass der neue SRG-Generaldirektor in erster Linie über Managementqualitäten verfügen müsse. Ein Unternehmen mit über 6’000 Mitarbeitenden, das vor grossen strukturellen Herausforderungen steht, braucht eine Person mit entsprechender Führungserfahrung an der Spitze. Der Posten ist als Pfründe für wohlgelittene Chefbeamte aber auch als Experimentierfeld für alt gediente Publizisten nicht mehr geeignet. Über das Wahlverfahren ist nichts Näheres bekannt. Es ist etwa so transparent wie eine Papstwahl. Eines ist indes klar: Wenn es zutrifft, dass Medienminister Leuenberger auf den Entscheid Einfluss genommen hat, dann hat er seine Kompetenzen in krasser Weise überschritten.

Herr De Weck hat zudem ein Problem mit der SVP, das sich nicht kaschieren lässt. Wer in 210 Kolumnen 49-mal auf die gleiche Partei und ihre Exponenten eindrischt, hat eine Fixierung, die schwer zu überwinden sein dürfte. Vor diesem Hintergrund liegt es nun an Herrn De Weck zu beweisen, dass er auch mit der SVP und ihren Wählern sachlich und fair umgehen kann. Der Verweis auf die Bundesverfassung und das Radio- und Fernsehgesetz reichen da nicht aus. Roger de Weck muss erst noch zeigen, dass seine viel gelobte Toleranz gegenüber Andersdenkenden nicht an der politischen Mittellinie aufhört, wie dies bisher unbestrittenermassen der Fall war.

So gesehen war die Kritik der SVP vom vergangenen Mittwoch geradezu brav. Die SVP ist es sich gewohnt, dass sie von den SRG-Medien nicht unbedingt geliebt wird. Diesen Anspruch hat sie auch bei Roger de Weck nicht. Der neue SRG-Generaldirektor muss indes aufpassen, dass nicht plötzlich die Gebührenzahler die Nase voll haben. Nämlich dann, wenn sie sich im „Service Public“ der SRG nicht mehr wieder finden. Die SVP garantiert, dass sie diesen Gebührenzahlern und Staatsbürgern eine starke Stimme geben wird.

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Martin Baltisser
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