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Editorial

Wir sind Volkspartei: Formstand der SVP 17 Monate vor den eidgenössischen Wahlen 2023

Es ist Zeit für eine Analyse zum Abschneiden der SVP bei den kantonalen Wahlen seit den eidgenössischen Wahlen 2019. Es gibt einige Lichtblicke, gerade auch nach den erfolgreichen Wahlen im Kanton Glarus und Graubünden von gestern. Aber es zeigt auch klar, dass wir als SVP-Familie die Situation – nach Corona – nützen müssen, um wieder viel aktiver unsere Überzeugungen für eine sichere Zukunft in Freiheit an die Frau, den Mann zu bringen.

Wir sind Volkspartei: Formstand SVP 17 Monate vor den eidgenössischen Wahlen 2023
Die SVP hat in den 18 kantonalen Wahlen seit Ende 2019 4 von 544 Sitzen verloren. Ich möchte unsere Verluste in gewissen Regionen nicht banalisieren. Aber die FDP hat 37 Sitze verloren (neu 517), die Mitte -41 (neu 426) und die SP -38 (neu 439). Alle Bundesratsparteien haben Federn gelassen – wir konnten praktisch halten. In Uri, Wallis und in Freiburg haben wir seit den eidgenössischen Wahlen 2019 je einen Sitz in der Regierung gewonnen. Zudem ist die SVP in einigen Kantonen und Regionen erfolgreich, in anderen sehr stabil, wie sich auch bei den Wahlen im März im Kanton Bern gezeigt hat.

Starkes Resultat der SVP im Kanton Graubünden und Glarus
Gestern konnte die SVP im Kanton Graubünden und Kanton Glarus bei den Wahlen stark zulegen. Der Kanton Graubünden hat zum ersten Mal nicht mehr nach Majorz-, sondern nach dem Proporz-Verfahren, dem sogenannten «Doppelten Pukelsheim», gewählt. Die SVP gehört bei den Grossratswahlen zur grossen Siegerin. Sie konnte 16 Sitze im Parlament zulegen und kommt neu auf 25 Sitze und einen Wähleranteil von 21.14%.

Die SVP konnte mit einem grossen Einsatz ihre Basis erweitern und in diversen Regionen einen Sitz holen, wo ihr bisher aufgrund des Majorswahlverfahren der Zugang verwehrt war. Sich für die Randregionen im Kanton Graubünden einzusetzen, ist der SVP und ihren neuen Vertretern eine Herzensangelegenheit. Was hat zum Erfolg geführt? Die inhaltlichen Schwerpunkte lagen auf der Stärkung der einheimischen Energie, der besseren Nutzung der Wasserkraft und der Stärkung der Landwirtschaft. Hunderte von Stunden Strassenwahlkampf an Bahnhöfen, vor Einkaufsläden, in den Dörfern und allen Regionen, eine breite Plakatierung, Hunderte von freiwilligen Helfern und fleissigen Leserbriefschreibern und ein sehr aktiver Regierungsratskandidat machten das Resultat möglich. Leider ist Roman Hug, obwohl er das absolute Mehr erreicht hat, als überzähliger Kandidat nicht in den Regierungsrat gewählt worden.

Mediale Stimmung gegen unsere Partei
Typisch für die Zeitung Südostschweiz war einmal mehr, dass sie am 13. April der SVP einen noch viel höheren Wahlsieg vorausgesagt hat (26%) und heute titelt sie auf der Front: «Die SVP scheitert zum 4. Mal». Dieses Schema wiederholt sich nun schon zum x-ten Mal bei dieser Zeitung: Sie hat vier Wochen vor den Wahlen das Gespenst einer übermächtigen SVP prophezeit und damit einer gewissen Demobilisierung der SVP-Wähler Vorschub leistet. Dasselbe bei den Regierungsratswahlen, wo sie am 13. April titelte: «Sitz von Parolini wankt bedrohlich» und der SVP praktisch einen Sitz zusprach. Aber auch das hat System.

Im Kanton Glarus konnten wir im Februar den Regierungsratssitz von Marianne Lienhard erfolgreich halten. Bei den gestrigen Landrats-Wahlen konnten dank eines sehr aktiven Wahlkampfs, guter kontinuierlicher Arbeit im Parlament, vielen Veranstaltungen sogar 2 Sitze gewonnen werden. Die engagierten Teams in den einzelnen Wahlkreisen, speziell im Wahlkreis Glarus Süd, zeigten am gestrigen Wahltag Wirkung.

Danke ihnen und allen in der gesamten SVP-Familie, die sich mit Engagement und Herzblut für ihre Leute in den Gemeinden, Regionen, Kantonen einsetzen. Ich bin viel in den Kantonen, in einzelnen Gemeinden unterwegs. Auch mehrfach im Waadtländer Wahlkampf anfangs Jahr oder in Chur oder an verschiedenen Anlässen in Glarus. Was ich überall erlebe: die Menschen teilen unsere Politik für mehr Sicherheit. Armee stärken, mehr Lebensmittel in der Schweiz produzieren, eine sichere und möglichst unabhängige Stromversorgung. Die SVP ist aber auch die unbequeme Aufdeckungs-Partei bei möglichen Missbräuchen, sei dies nun beim Schutzstatus S für die Kriegsvertriebenen oder bei der Sozialhilfe.

Wir machen weiter – wir sind Volkspartei.

Ihr Marco Chiesa

In Uri, Fribourg und Wallis konnte ein Regierungsrat gewonnen werden.

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