Mitmachen
Medienkonferenz

Für eine einheimische produzierende Landwirtschaft

Die SVP hat heute anlässlich einer Medienkonferenz ihr neues Positionspapier zur Landwirtschaftspolitik vorgestellt.

> Positionspapier (PDF)

Referate:
Die Ziele und Kernforderungen der SVP-Landwirtschaftspolitik
von Nationalrat Ernst Schibli, Otelfingen (ZH)

Freihandelsabkommen für die Schweizer Landwirtschaft? Ein Weg in die Sackgasse
von Thomas Stettler, SVP-Kantonsrat, Soyhières (JU)

Die Bedeutung der Direktzahlungen für die Konsumenten
von Silvie Griss, Mitglied der SVP-Landwirtschaftskommission, Grosswangen (LU)

Die staatspolitische Bedeutung der produzierenden Landwirtschaft für die Schweiz
von Werner Salzmann, Präsident der SVP Kanton Bern (BE)


Die SVP hat heute anlässlich einer Medienkonferenz ihr neues Positionspapier zur Landwirtschaftspolitik vorgestellt. Die aktuelle Agrarpolitik 2014-2017 benachteiligt die produzierende Landwirtschaft. Dies trifft in erster Linie die bäuerlichen Familienbetriebe und wird dem verfassungsmässigen Auftrag, den die Landwirtschaft für die Schweiz zu erfüllen hat, nicht gerecht. Die SVP setzt weiterhin auf eine Stärkung der produzierenden Familienbetriebe, denn nur ein gesunder Bauernstand kann aus eigener Produktion qualitativ hochwertige Erzeugnisse hervorbringen. Die einheimische produzierende Landwirtschaft muss erhalten und gestärkt werden, weitere Extensivierungen lehnen wir ab.

Die SVP verlangt, dass die produzierende Schweizer Landwirtschaft gestärkt wird. Dem Bauernstand muss wieder diejenige Beachtung zu Teil kommen, die ihm gemäss Bundesverfassung zugeschrieben wird. Im Zentrum dieser Politik muss der produzierende Familienbetrieb stehen. Die heute einseitig geförderte extensive Landwirtschaftspolitik setzt aus Sicht der SVP völlig falsche Akzente und wird den Ansprüchen hinsichtlich Ernährungssouveränität, Versorgungssicherheit, gesunden Lebensmitteln, Raumplanung und Nachhaltigkeit nur unzureichend gerecht.

Die SVP ist der Auffassung, dass die Ernährungssicherheit in erster Linie auf einer soliden und hochwertigen einheimischen Produktion basieren muss, denn eine regionale und gut funktionierende Lebensmittelversorgung ist gegenüber weltweiten Ernährungskrisen weniger anfällig als eine Versorgung, die vom globalen Lebensmittelmarkt abhängig ist. Eine netto-Selbstversorgung von mindestens 60 Prozent ist daher zwingend. Nur durch eine starke inländisch produzierende Landwirtschaft kann der in Art. 104 BV festgehaltene Auftrag zur Versorgungssicherheit erfüllt werden.

Eine einheimische produzierende Landwirtschaft leistet auch einen entscheidenden Beitrag zur Lebensmittelsicherheit, ein Aspekt, der in der laufenden Diskussion oftmals vergessen geht. Die hohen Standards in der Schweiz garantieren gesunde Lebensmittel. Ausländische Massenproduktion bringt zwar günstigere Preise, aber oftmals auch unerwünschte Nebeneffekte und weniger Lebensmittelsicherheit. In der Schweiz sind die Betriebe kleiner und dadurch überschaubarer.

Die inländische Produktion von Nahrungsmitteln ist aber auch ökologisch richtig. Saisongerechte, lokal produzierte Lebensmittel weisen beispielsweise eine bessere Energiebilanz aus als Lebensmittel, die über tausende von Kilometern zuerst in die Schweiz transportiert werden müssen.

Eine produzierende Landwirtschaft ist deshalb von staatspolitischer Bedeutung und verdient die nötigen unternehmerischen Handlungsspielräume. Diesbezüglich ist insbesondere bei der überbordenden Bürokratie anzusetzen, denen Landwirtschaftsbetriebe ausgesetzt sind. Weniger Bürokratie und Statistikaufwand sowie längerfristige Rechtssicherheit bringen mehr unternehmerische Freiräume.

Im internationalen Kontext setzt sich die SVP gegen einen grenzenlosen Agrarfreihandel und gegen die Öffnung der weissen Linie bei der Milch ein. Eine unbeschränkte Öffnung der Agrarmärkte wäre das Ende einer eigenständigen produzierenden schweizerischen Landwirtschaft. Das derzeitige Chaos auf dem europäischen Milchmarkt zeigt die Auswirkungen einer solch verheerenden Politik in aller Deutlichkeit.

Die Ziele und Forderungen der SVP:

  • Die Stärkung der produzierenden Landwirtschaft
  • Keinen grenzenlosen Agrarfreihandel und keine Öffnung der weissen Linie
  • Milch- und Fleischproduktion im Zentrum der Schweizer Landwirtschaftspolitik
  • Keine weitere Extensivierung der Landwirtschaft
  • Die Sicherung des bäuerlichen Erwerbseinkommens
  • Den Abbau der Agrarbürokratie
  • Mehr Planungs- und Investitionssicherheit
  • Eine flexiblere Raumplanungsgesetzgebung
Referate
Referat
Artikel teilen
06.08.2015
von Werner Salzmann, Präsident der SVP Kanton Bern (BE) mehr lesen
Referat
Artikel teilen
06.08.2015
von Silvie Griss, Mitglied der SVP-Landwirtschaftskommission, Grosswangen (LU) mehr lesen
Referat
Artikel teilen
06.08.2015
von Thomas Stettler, SVP-Kantonsrat, Soyhières (JU) mehr lesen
Referat
Artikel teilen
06.08.2015, von Ernst Schibli
Die riesigen globalen Probleme mit der Ernährung aller Menschen, die auf dieser Erdkugel leben, werden uns täglich... mehr lesen
mehr zum Thema
Editorial
Artikel teilen
27.12.2018, von Franz Ruppen
Die Zersiedelungsinitiative der Jungen Grünen will einen Einzonungsstopp für Bauzonen. Dazu soll die Gesamtfläche der Bauzone auf... mehr lesen
Medienmitteilung
Artikel teilen
14.11.2018
Bei der heute vom Bundesrat in die Vernehmlassung gegebenen Botschaft zur Weiterentwicklung der Agrarpolitik 22+ kommen die... mehr lesen
Medienmitteilung
Artikel teilen
23.09.2018
Die Ablehnung der beiden linken Agrarinitiativen durch das Stimmvolk kommt nicht überraschend. Sie waren zu extrem. Das... mehr lesen
weiterlesen
Themen & Standpunkte
Aussenpolitik

Unabhängigkeit und Selbstbestimmung

Eigentum

Gegen Enteignung, für den Schutz der Privatsphäre

Medienpolitik

Mehr Vielfalt, weniger Staat

Umweltpolitik

Intakte Umwelt für uns und unsere Nachkommen

Sozialpolitik

Sozialwerke sichern, Missbräuche bekämpfen

Bildungspolitik

Praxisorientierte Bildung statt Reformhektik

Bürger & Staat

Bedrohte Freiheit verteidigen

Ausländerpolitik

Zuwanderung begrenzen

Familienpolitik

Eigenverantwortung statt Bevormundung

Social Media
Besuchen Sie uns bei:
Oder öffnen Sie unsere Social Pinwand. Alle Posts und Bilder auf einer Seite.
Newsletter
Wenn Sie regelmässig über die SVP und unsere Arbeit informiert werden wollen, abonnieren Sie hier unseren Newsletter.
Schweizerische Volkspartei SVP, Generalsekretariat, Postfach, 3001 Bern
Tel. 031 300 58 58 – Fax 031 300 58 59 – E-Mail: info@svp.ch – PC: 30-8828-5

Diese Seite per E-Mail weiterempfehlen


Wir verwenden Cookies, um Inhalte und Anzeigen zu personalisieren, Funktionen für soziale Medien anbieten und Zugriffe auf unsere Webseite analysieren zu können. Ausserdem geben wir Informationen zur Nutzung unserer Webseite an unsere Partner für soziale Medien, Werbung und Analysen weiter. Details ansehen
Ich bin einverstanden