Mitmachen
Medienmitteilung

Aus leeren Kassen Krippenplätze finanzieren?

Der Bundesrat will weitere 60 Mio. Franken in die Förderung der familienexternen Kinderbetreuung investieren. Vom Bund geförderte Kinderkrippen sollen so zum Normalfall und Frauen, die sich der…

(SVP) Der Bundesrat will weitere 60 Mio. Franken in die Förderung der familienexternen Kinderbetreuung investieren. Vom Bund geförderte Kinderkrippen sollen so zum Normalfall und Frauen, die sich der Familie widmen, zur Ausnahme werden. Damit setzt der Bund weiterhin falsche Signale. Es kann nicht Bundesaufgabe sein, Krippenplätze zu fördern, schon gar nicht mit leeren Kassen.

Vier Jahre hat sich der Bund bereits mit Millionen von Steuerfranken an einem so genannten Impulsprogramm zur Förderung weiterer Kinderkrippen beteiligt. Jetzt will der Bundesrat das Impulsprogramm mit zusätzlichen 60 Mio. Franken weiterführen. Impulse braucht es immer dann, wenn gar kein Markt vorhanden ist. Denn wäre die Nachfrage und der politische Druck gross genug, würden Kinderkrippen zu Hauf geschaffen und sicher nicht ein Teil der ersten Kredittranche unbenützt stehen gelassen. Doch heute entstehen Krippen primär dort, wo man Bundesgeld abholen kann, nicht dort, wo sie gebraucht werden.

Für die SVP gehen die Bemühungen des Bundesrats in die falsche Richtung. Kinderkrippen sollen dann entstehen, wenn das Bedürfnis so gross ist, dass die Betroffenen, d.h. die Eltern und allenfalls die Gemeinde, die Initiative ergreifen. Sie wissen am besten, welche Form der Betreuung und wie viele Plätze es braucht.

Je mehr der Bund eingreift, desto mehr bleiben private Projekte auf der Strecke. Die neue Tendenz zu staatlich finanzierten Krippenplätzen hat eine ganze Welle von neuen Gesetzen und Auflagen provoziert: Tagesmütter müssen ein Diplom vorweisen, Grossmütter brauchen plötzlich eine Bewilligung samt Abklärungsgespräch, wenn sie ihre Grosskinder hüten wollen und Kinder dürfen sich nur noch in einer „pädagogisch wertvollen“ Umgebung aufhalten. Damit bleiben das eigenverantwortliche Handeln und die Familie endgültig auf der Strecke.

Bundesrat Couchepin wäre gut beraten, die Priorität bei der Finanzierung der Sozialwerke und der Senkung der Krankenkassenprämien zu setzen anstatt mit neuen Betätigungsfeldern von den dortigen Problemen abzulenken. Den Antrag für einen 60 Mio. Franken Verpflichtungskredit wird die SVP im Parlament ablehnen.

Bern, 16. November 2005

mehr zum Thema
Medienmitteilung
Artikel teilen
19.02.2020
Der Bundesrat will, dass sich die Schweiz mit insgesamt 297 Millionen Franken an den Kapitalerhöhungen der Weltbankgruppe... mehr lesen
Parteizeitung
Artikel teilen
17.02.2020, von Peter Keller
Wie der Bundesrat in den 1960er Jahren die Zuwanderungsprobleme in den Griff bekam? Durch die Festlegung von... mehr lesen
Medienmitteilung
Artikel teilen
17.02.2020
Die SVP reicht in der morgigen Sitzung der Aussenpolitischen Kommission des Nationalrates den Antrag ein, dass der... mehr lesen
weiterlesen
Themen & Standpunkte
Sport

Gut für Körper und Geist.

Umwelt

Eine lebenswerte Umwelt für heute und morgen.

Finanzen, Steuern, Abgaben

Mehr dem Mittelstand, weniger dem Staat.

Mensch, Familie, Gesellschaft

Eigenverantwortung statt Bevormundung.

Sicherheit, Recht und Ordnung

Opferschutz statt Täterschutz.

Aussenpolitik

Unabhängigkeit und Selbstbestimmung.

Ausländerpolitik

Zuwanderung auf ein gesundes Mass reduzieren.

Energie

Für eine Energieversorgung mit Zukunft.

Asylpolitik

Asylchaos stoppen.

Social Media
Besuchen Sie uns bei:
Oder öffnen Sie unsere Social Pinwand. Alle Posts und Bilder auf einer Seite.
Newsletter
Wenn Sie regelmässig über die SVP und unsere Arbeit informiert werden wollen, abonnieren Sie hier unseren Newsletter.
Schweizerische Volkspartei SVP, Generalsekretariat, Postfach, 3001 Bern
Tel. 031 300 58 58 – Fax 031 300 58 59 – E-Mail: info@svp.ch – PC: 30-8828-5

Diese Seite teilen

Wir verwenden Cookies, um Inhalte und Anzeigen zu personalisieren, Funktionen für soziale Medien anbieten und Zugriffe auf unsere Webseite analysieren zu können. Ausserdem geben wir Informationen zur Nutzung unserer Webseite an unsere Partner für soziale Medien, Werbung und Analysen weiter. Details ansehen
Ich bin einverstanden