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Medienmitteilung

Die Schulen müssen offen bleiben!

Die SVP lehnt die Forderungen nach einer erneuten Schliessung der Schulen entschieden ab. Es darf nicht sein, dass unsere Kinder und Jugendlichen unter einer verfehlten, planlosen Corona-Politik leiden müssen. Dass Taskforce-Mitglieder ernsthaft Fernunterricht fordern, zeugt vor allem von einer realitätsfernen akademisch abgehobenen Haltung. Dass Fernunterricht für viele Schülerinnen und Schüler nicht funktioniert, hat die erste Corona-Welle bereits zur Genüge gezeigt.

Deshalb fordert die SVP den Bundesrat entschieden dazu auf, von der erneuten Schliessung der Schulen auf allen Stufen unbedingt abzusehen.

  • Diese Haltung teilt auch der Nidwaldner Bildungsdirektor Res Schmid (SVP). «Der Präsenzunterricht muss unbedingt weiter stattfinden – zumal es angesichts der sinkenden Fallzahlen keinen Grund für eine Schulschliessung gibt.»
  • Die Thurgauer Erziehungsdirektorin Monika Knill (SVP) zeigt sich enttäuscht davon, wie locker und wenig rational gewisse Akademiker eine flächendeckende Rückkehr zum Fernunterricht fordern. «Die Zeche dafür zahlen die Kinder und Jugendlichen ganz persönlich – diese Folgen können nicht mit Härtefallgeldern abgegolten werden.»

Eine üble Rolle spielt die Linke: Die SP killt mit dem Lockdown ganze Branchen und damit Tausende von Ausbildungsplätzen. Der Staat müsse nun halt dafür sorgen, dass alle Jugendlichen eine Lehrstelle oder einen Weiterbildungsplatz erhielten, um nicht durch die Maschen fallen. Einmal mehr zeigt sich das Doppelspiel der Linken: Mit ihrer Politik zerstören sie Ausbildungsplätze, um sich dann als Retter inszenieren zu können. Damit die Jugendlichen nicht durch die Maschen fallen brauchen sie schlicht offene Ausbildungsbetriebe und guten Schulunterricht.

Für die SVP ist deshalb klar, dass

  • unsere Kinder und Jugendlichen auch in einer Pandemie ein Recht auf Bildung haben. Dazu gehört auch der Präsenzunterricht. Die Jugendlichen können zwar oft problemlos mit den technischen, digitalen Möglichkeiten des Fernunterrichts umgehen, doch der Lernerfolg ist damit nicht gesichert. Die Erfahrungen vom Frühling 2020 haben gezeigt, dass lernschwächere Schüler und solche aus bildungsfernen Familien im Fernunterricht regelrecht abgehängt werden und diesen Rückstand oft nicht aufholen können.
  • die Schullaufbahnen sicherzustellen sind. Bei Übertritten, bei Aufnahmeverfahren, Zwischen- und Abschlussprüfungen darf es keine Konzessionen geben. Die Lehrpläne bleiben gültig und die reibungslosen Übergänge sind zu garantieren.
  • auch in der Sekundarstufe I nicht wieder auf Fernunterricht umgestellt werden darf. In diesem Alter bereiten sich die Jugendlichen auf die Berufswahl vor, was eine enorm wichtige Weichenstellung bedeutet. Die Lehrkräfte und die Schulen haben dabei eine wichtige Rolle, da viele Schüler bei der Lehrstellensuche wenig oder keine Unterstützung der Eltern erhalten
  • Übertritts- und Abschlussprüfungen namentlich in der Berufsschule ordnungsgemäss durchzuführen sind. Einen Verzicht auf Prüfungen zugunsten von Erfahrungsnoten darf es nicht geben. Damit sich ihre Aussichten auf dem Arbeitsmarkt nicht zusätzlich verschlechtern brauchen die Jugendlichen einen normalen Unterrichtsbetrieb mit regulären Prüfungen.
  • Kinder und Jugendliche in der Pubertät aufgrund ihrer Entwicklung auf das soziale Umfeld angewiesen sind, das ihnen der Präsenzunterricht bietet. Dieser trägt dazu bei, kognitive, sozio-ökonomische, familiäre und entwicklungspsychologische Einschränkungen zu verringern.
  • den Schulen auch eine grosse soziale Verantwortung zu kommt. In der Corona-Pandemie nehmen Stress, Konflikte, psychische und physische Gewalt in den Familien zu. Eine erneute Schliessung der Schulen würde bei belasteten Kindern und Jugendlichen massive Schäden anrichten.
  • eine erneute Schliessung der Schulen bei gleichzeitiger Home-Office-Pflicht vor allem alleinerziehende berufstätige Mütter vor schier unlösbare Probleme stellen würde.

Das Ausmass der Schäden bei unseren Kindern und Jugendlichen ist bereits massiv, das zeigen die stark angestiegenen Fallzahlen in der Jugend-Psychiatrie und bei Beratungsstellen – gegen diese erschreckende Entwicklung ist endlich etwas zu unternehmen.

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