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Medienmitteilung

Es raucht im Hause SBB!

SBB, BLS und VöV treten mit ihrem heutigen Entscheid für ein generelles Rauchverbot in Zügen, Bussen und auf Schiffen, einmal mehr ihre Kunden mit Füssen. Der Entscheid ist umso unverständlicher…

(SVP) SBB, BLS und VöV treten mit ihrem heutigen Entscheid für ein generelles Rauchverbot in Zügen, Bussen und auf Schiffen, einmal mehr ihre Kunden mit Füssen. Der Entscheid ist umso unverständlicher, als nach dem kompletten Zugsstillstand von letzter Woche eine Konzentration auf den Hauptauftrag nötig wäre. Der Verdacht drängt sich auf, dass es sich bei dieser Taktik um ein billiges Ablenkungs­manöver handelt.

Der heutige Entscheid, ab dem nächsten Fahrplanwechsel ein generelles Rauchverbot einzuführen, und damit der Tendenz der Kundenbevormundung zu verfallen, ist unverständlich. Dies umso mehr, als es erst eine Woche her ist, als sämtliche Züge in der Schweiz stillstanden! – Drittweltverhältnisse in demjenigen Land, welches sich stets für die hohe Qualität seiner eigenen Bahnen rühmte. Doch anstelle alles zu unternehmen, dass ein solcher für das Image unseres Landes höchst schädliche Super-GAU nicht mehr eintritt und man die Probleme der Bahnen ernsthaft analysiert, machen sich SBB, BLS und VöV daran, diejenigen Kunden, welche noch zu den Bahnen stehen, zu vergraulen! – Der Entscheid, die persönliche Freiheit der Raucher in öffentlichen Verkehrsmitteln vollkommen zu beschneiden, obwohl ja getrennte Raucherabteile existieren, ist für die SVP nicht nachvollziehbar. Der Gesundheitsschutz der Nichtraucher ist durch die getrennten Abteile bestens gewährleistet und braucht daher nicht weiter ausgebaut zu werden. Alles andere ist eines liberalen Rechts­staates unwürdig und grenzt an inquisitorische Sitten!

Die SVP fordert die Bahnen auf, die richtigen Prioritäten zu setzen und sich erst um ihre Infrastruktur und Finanzprobleme zu kümmern. Die Pensionskassen von SBB und KTU drücken auf die operativen Betriebsgewinne und bald auch auf die Staatskasse. Die Ertragslage wird sich nach Einführung des aktuellen Fahrplans noch einmal massiv verschlechtern. Die Bahnen sind zudem nicht in der Lage, auch nur einen Franken an die schliesslich wohl über 50 Milliarden teuren Finöv-Projekte zu bezahlen. Deshalb wurde das Parlament in der letzten Session von Bund und Bahnen dazu erpresst, einem finanz- und ordnungspolitisch absolut unverant­wortlichen Vorschlag zuzustimmen, nämlich die Bevorschussungslimite mehr als zu verdoppeln. Vor diesem Hintergrund erscheint das Engagement im Kreuzzug gegen die Raucher als billiges Ablenkungsmanöver.

Der Entscheid ist daher umgehend rückgängig zu machen und der Kernauftrag, also der reibungslose und effiziente Transport wieder in den Vordergrund zu stellen. Sonst reist der Kluge bald nicht mehr im Zuge.

Bern, 29. Juni 2005

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