Mitmachen
Medienmitteilung

Frau Leuthard opfert die Schweizer Bauern der WTO!

Bei der laufenden Verhandlungsrunde in der Welthandelsorganisation scheint ein baldiger Abschluss wahrscheinlich, bei dem bis zur Hälfte aller Schweizerischen Bauernbetriebe geopfert würden…

(SVP) Bei der laufenden Verhandlungsrunde in der Welthandelsorganisation scheint ein baldiger Abschluss wahrscheinlich, bei dem bis zur Hälfte aller Schweizerischen Bauernbetriebe geopfert würden. Gravierend und schlimm ist, dass die zuständige Volkswirtschaftsministerin Leuthard einen solchen Abschluss als „guten Kompromiss“ bezeichnet, anstatt alle nur erdenklichen Möglichkeiten zu Gunsten der Schweizer Landwirtschaft auszuschöpfen. Die SVP erwartet, dass sich Frau Leuthard bis zur letzten Minute für die einheimischen Bauern einsetzt und sie nicht dem Welthandel opfert!

Trotz der momentan vorherrschenden Sommerhitze kann das Schweizer Volk von einer Bundesrätin erwarten, dass sie die Interessen der Schweiz im Auge behält. Umso unerklärlicher sind die Äusserungen von Bundesrätin Leuthard, welche den sich abzeichnenden Abschluss im Rahmen der Doha-Runde der Welthandelsorganisation (WTO) als „guten Kompromiss“ bezeichnet. Würde aber ein Abschluss erzielt, hätte dies ein noch stärkeres Bauernsterben in der Grössenordnung von bis 50 Prozent der Betriebe zur Folge, obwohl sich die Zahl der Bauernbetriebe seit 1985 bereits halbiert hat. Was bitte ist an diesem Verhandlungsresultat gut, wenn eine für die Ernährungssouveränität eines Landes zentrale Branche dem Welthandel geopfert wird? Ausser Norwegen ist kein anderes Land in ähnlich starker Weise vom Resultat der Welthandelsorganisation betroffen wie die Schweiz.

Die SVP ist sehr erstaunt über die deplazierten Aussagen der Volkswirtschaftsministerin. Insbesondere ist es stossend, dass sich Frau Leuthard nicht bis zur letzten Minute für die Interessen der Schweiz einsetzt. Die SVP erwartet, dass Frau Leuthard insbesondere folgende Punkte in die Verhandlungen einbringt und bis zum Schluss für die Landwirtschaft kämpft:

  • ­Der Bundesrat soll sich für eine Reduktion des von der WTO vorgeschlagenen Zollabbaus im oberen Band auf wesentlich weniger als 70 Prozent einsetzen.
  • Der Schutz der geographischen Herkunftsbezeichnungen ist auf weitere Produkte als Wein und Spirituosen auszudehnen.
  • Der Bundesrat muss sich weiterhin für eine möglichst hohe Anzahl sensibler Produkte einsetzen. Sensible Produkte sollen als solche behandelt und die verlangte Kontingentsausweitung von 4 Prozent des Inlandkonsums muss reduziert werden.
  • Die Oberbegrenzung der Zölle (genannt „Capping“) muss verhindert werden.
  • Die Verwaltung der Kontingente ist für die Schweiz von grösster Wichtigkeit. Das System der saisonalen Bewirtschaftung der Zollkontingente bei Früchten und Gemüse darf nicht in Frage gestellt werden.

Frau Leuthard, Sie sind Volkswirtschaftsministerin. Als solche haben Sie auch die Verantwortung für die Schweizer Bauern. Nehmen Sie diese Verantwortung wahr und kämpfen Sie dagegen, dass die Hälfte der Schweizer Bauernbetriebe dem Welthandel zum Opfer fällt!

Bern, 27. Juli 2008

 

 

 

mehr zum Thema
Editorial
Artikel teilen
20.09.2019, von Thomas Aeschi
Das EU-Rahmenabkommen ist entschieden abzulehnen. Das Abkommen missachtet die Unabhängigkeit des Landes, die Rechte des Schweizer Volkes,... mehr lesen
Extrablatt
Artikel teilen
11.09.2019
EU-Rahmenvertrag – Personenfreizügigkeit – Zukunft der Schweiz – Bedeutung der Nationalratswahlen – Greta Thunberg. EXTRABLATT sprach mit... mehr lesen
Extrablatt
Artikel teilen
11.09.2019, von Roger Köppel
Im Mikado-Spiel hat verloren, wer seine Stäbe als Erster bewegt. Im Kampf um den EU-Anbindungsvertrag hat offenbar... mehr lesen
weiterlesen
Themen & Standpunkte
Medien

Mehr Vielfalt, weniger Staat.

Religion

Zu unseren Werten stehen.

Sicherheit, Recht und Ordnung

Opferschutz statt Täterschutz.

Wir sind Heimat

Die Schweiz hat eine eigene Geschichte, sie ist geprägt von ihren Kulturen, von ihren Traditionen, ihren Werten und den Menschen, die hier im friedlichen Miteinander leben.

Werkplatz Schweiz

Mehr Wirtschaftsfreiheit statt Bürokratie.

Sport

Gut für Körper und Geist.

Bildung

Abgehobene Reformen stoppen, zurück zur praxisorientierten Bildung.

Mensch, Familie, Gesellschaft

Eigenverantwortung statt Bevormundung.

Landwirtschaft

Für eine einheimische Produktion.

Social Media
Besuchen Sie uns bei:
Oder öffnen Sie unsere Social Pinwand. Alle Posts und Bilder auf einer Seite.
Newsletter
Wenn Sie regelmässig über die SVP und unsere Arbeit informiert werden wollen, abonnieren Sie hier unseren Newsletter.
Schweizerische Volkspartei SVP, Generalsekretariat, Postfach, 3001 Bern
Tel. 031 300 58 58 – Fax 031 300 58 59 – E-Mail: info@svp.ch – PC: 30-8828-5

Diese Seite teilen

Wir verwenden Cookies, um Inhalte und Anzeigen zu personalisieren, Funktionen für soziale Medien anbieten und Zugriffe auf unsere Webseite analysieren zu können. Ausserdem geben wir Informationen zur Nutzung unserer Webseite an unsere Partner für soziale Medien, Werbung und Analysen weiter. Details ansehen
Ich bin einverstanden

Sind Sie bereit, sich für eine sichere Schweiz in Freiheit zu engagieren?

Mach mit - Wahlerfolg sichern

Engagiere dich mit uns:

Meine Zeit für eine freie und

sichere Schweiz