Mitmachen
Medienmitteilung

SVP verlangt vom Bundesrat Auskunft über die möglichen Folgen des Familienartikels

Der Regierungsrat des Kantons Bern ist nicht auf die Beschwerde von SVP-Fraktionspräsident Adrian Amstutz im Zusammenhang mit der Abstimmung über den neuen Familienartikel in der Bundesverfassung…

Der Regierungsrat des Kantons Bern ist nicht auf die Beschwerde von SVP-Fraktionspräsident Adrian Amstutz im Zusammenhang mit der Abstimmung über den neuen Familienartikel in der Bundesverfassung eingetreten. Bundesrätliche Erläuterungen vor Abstimmungen könnten nicht angefochten werden, so die Begründung. Im Klartext: Die Stimmbürgerinnen und Stimmbürger sind vor Abstimmungen letztlich der Willkür des Bundesrates ausgesetzt. Eine Möglichkeit, gegen falsche Aussagen des Bundesrates oder das Unterschlagen von Fakten vorzugehen, haben die Stimmbürgerinnen und Stimmbürger offenbar nicht. Die SVP wird nun den Bundesrat an den von Wattenwyl-Gesprächen von übermorgen Freitag auffordern, sich zu möglichen Kostenfolgen des neuen Verfassungsartikels über die Familienpolitik zu äussern und dieser Frage nicht weiter auszuweichen. Die Stimmbürgerinnen und Stimmbürger, aber auch die Kantone und Gemeinden mit ihren Steuerpflichtigen, die letztlich die Zeche bezahlen, haben ein Anrecht auf diese Informationen und wollen die Katze nicht im Sack kaufen.

Bei der neuen Verfassungsbestimmung geht es um den Ausbau des staatlichen Angebots im Bereich der familien- und schulergänzenden Betreuung und um zusätzliche Bundeskompetenzen in diesem Bereich. Das wird auch vom Bundesrat nicht bestritten. Die neuen Absätze, welche in die Bundesverfassung integriert werden sollen, verfolgen einzig dieses Ziel. Zudem argumentiert der Bundesrat mit einer angeblichen Lücke im Angebot an familien- und schulergänzenden Strukturen. Die diesbezüglichen Aussagen der Befürworter des Familienartikels reichen betreffend Vorschulalter (0 bis 4 Jahre) von 50‘000 bis 120‘000 Betreuungsplätzen, welche fehlen sollen. 50‘000 Betreuungsplätze entsprechen gemäss den vom Bundesamt für Sozialversicherung verwendeten Vollkostenzahlen Gesamtkosten von gegen 1,5 Milliarden Franken pro Jahr. 120’000 Betreuungsplätze würden über 3,5 Milliarden Franken kosten. Hinzu kommt ein Ausbau der Strukturen für die Kinder im Schulalter (z.B. Tagesschulen), welche auf einer Basis von dreimal mehr Kindern als im Vorschulalter zu veranschlagen sind. Auch weitere Begehrlichkeiten, welche bereits politisch im Raum stehen, wie ein Elternurlaub (jährliche Kosten je nach Modell zwischen 1,1 und 1,6 Milliarden Franken) oder eine Verlängerung des Mutterschaftsurlaubs können problemlos abgeschätzt werden.

Es kann nicht sein, dass sich der Bundesrat nun hinter einer nachfolgenden Umsetzungsgesetzgebung versteckt und so mögliche Folgen des neuen Verfassungsartikels vollständig verschleiert. Entweder soll der neue Verfassungsartikel konkrete Folgen haben oder dann braucht es ihn nicht. Die SVP fordert den Bundesrat auf, den Stimmbürgerinnen und Stimmbürgern endlich reinen Wein einzuschenken. Die Rechtssprechung mag dem Bundesrat einen Freipass für falsche oder unterlassene Informationen vor Abstimmungen geben. Die direkte Demokratie ist jedoch auf umfassende und transparente Informationen angewiesen. Verhindert der Bundesrat dies und verweigert sich einer Diskussion, schadet er dem Land und missachtet den Souverän.

Die SVP-Vertreter werden den Bundesrat deshalb an den von Wattenwyl-Gesprächen vom kommenden Freitag erneut mit Nachdruck auffordern, sich gegenüber den Stimmbürgerinnen und Stimmbürgern noch vor der Abstimmung zu den möglichen Folgekosten des Familienartikels zu äussern.

mehr zum Thema
Parteizeitung
Artikel teilen
08.10.2019, von Verena Herzog
Insgesamt verursacht der Vaterschaftsurlaub, den das Bundesparlament beschlossen hat, den Schweizer Unternehmen und Steuerzahlern jährlich über 1,1... mehr lesen
Medienmitteilung
Artikel teilen
26.09.2019
Die SVP ist konsterniert, dass der Ständerat die wirksame Initiative «Ja zum Verhüllungsverbot» ablehnt und dem untauglichen... mehr lesen
Editorial
Artikel teilen
20.09.2019, von Thomas Aeschi
Das EU-Rahmenabkommen ist entschieden abzulehnen. Das Abkommen missachtet die Unabhängigkeit des Landes, die Rechte des Schweizer Volkes,... mehr lesen
weiterlesen
Themen & Standpunkte
Landwirtschaft

Für eine einheimische Produktion.

Gesundheit

Qualität dank Wettbewerb.

Internet und Digitalisierung
Für ein freies Internet.
Religion

Zu unseren Werten stehen.

Armee

Sicherheit für unsere Bevölkerung.

Umwelt

Eine lebenswerte Umwelt für heute und morgen.

Sozialwerke

Sozialwerke sichern – Missbräuche bekämpfen.

Finanzen, Steuern, Abgaben

Mehr dem Mittelstand, weniger dem Staat.

Mensch, Familie, Gesellschaft

Eigenverantwortung statt Bevormundung.

Social Media
Besuchen Sie uns bei:
Oder öffnen Sie unsere Social Pinwand. Alle Posts und Bilder auf einer Seite.
Newsletter
Wenn Sie regelmässig über die SVP und unsere Arbeit informiert werden wollen, abonnieren Sie hier unseren Newsletter.
Schweizerische Volkspartei SVP, Generalsekretariat, Postfach, 3001 Bern
Tel. 031 300 58 58 – Fax 031 300 58 59 – E-Mail: info@svp.ch – PC: 30-8828-5

Diese Seite teilen

Wir verwenden Cookies, um Inhalte und Anzeigen zu personalisieren, Funktionen für soziale Medien anbieten und Zugriffe auf unsere Webseite analysieren zu können. Ausserdem geben wir Informationen zur Nutzung unserer Webseite an unsere Partner für soziale Medien, Werbung und Analysen weiter. Details ansehen
Ich bin einverstanden

Sind Sie bereit, sich für eine sichere Schweiz in Freiheit zu engagieren?

Mach mit - Wahlerfolg sichern

Engagiere dich mit uns:

Meine Zeit für eine freie und

sichere Schweiz