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Weltfremde Bildungsbürokraten wollen Probleme einmal mehr mit zusätzlichen Ausländern zudecken

Bundesrat Schneider-Ammann hat offenbar eine Arbeitsgruppe eingesetzt, welche prüfen soll, ob in der Schweiz offene Lehrstellen mit arbeitslosen Jugendlichen aus Griechenland, Spanien oder Italien…

Bundesrat Schneider-Ammann hat offenbar eine Arbeitsgruppe eingesetzt, welche prüfen soll, ob in der Schweiz offene Lehrstellen mit arbeitslosen Jugendlichen aus Griechenland, Spanien oder Italien besetzt werden sollen. Auf eine solche Idee können nur weltfremde Bildungsbürokraten kommen. Strukturelle Probleme im Bildungsbereich wie die zunehmende Akademisierung oder die ungenügende Vorbereitung auf die Berufswelt in der Volksschule sollen nun auch mit Zuwanderern zugedeckt werden. Dies zu einem Zeitpunkt, in dem 4‘702 Jugendliche in der Schweiz zwischen 15 und 19 Jahren und fast 13‘000 junge Erwachsene zwischen 20 und 24 Jahren als arbeitslos gemeldet sind.

Was allenfalls gut gemeint ist, schafft im vorliegenden Fall mehr zusätzliche Probleme, als dass es einen echten Beitrag zur Lösung irgendeines Problems leistet. Den Lehrlingsmangel in der Schweiz mit ausländischen Jugendlichen zu decken, schafft zahlreiche praktische Probleme, angefangen von der Sprache, über die Grundbildung zur Bewältigung der Berufsschule bis hin zur Begleitung der Jugendlichen im Alltag und zur späteren Arbeitsmarktfähigkeit. Völlig ausgeblendet wird aber insbesondere, dass mit einer solchen Aktion effektiv bestehende strukturelle Probleme in unserem Bildungssystem zugedeckt werden und deren Lösung hinausgeschoben wird. Dass sich immer weniger Jugendliche für eine Berufslehre entscheiden, ist ein grosses Problem und hat insbesondere auch mit der zunehmenden Akademisierung unseres Bildungssystems zu tun. Ebenso beklagen viele Lehrmeister den mangelhaften schulischen Rucksack, welche die Jugendlichen nach der Volksschule mitbringen. Zudem besteht möglicherweise auch ein Mangel an niederschwelligen Ausbildungsangeboten für schulisch schwächere Jugendliche. All diese Themen müssten durchaus angegangen werden. Sie werden jedoch nicht gelöst, indem man einmal mehr zusätzliche Einwanderer ins Land holt.

Aufschlussreich ist auch, dass der Bundesrat die Idee im Zusammenhang mit einer parlamentarischen Anfrage über die Unterstützung eines EU-Programms zur Bekämpfung der Jugendarbeitslosigkeit in Europa durch die Schweiz lanciert. Vielleicht geht es ganz einfach einmal mehr darum, der EU zu gefallen.

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