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Referat
Medienkonferenz vom 21. Februar 2011

Bauern dürfen nicht auf dem Altar der Beziehungen mit der EU geopfert werden

Unserer heimischen Landwirtschaft gilt es Sorge zu tragen. Eine Politik, in der Jahr für Jahr tausende Bauernbetriebe ihre Existenz aufgeben müssen, könnte der Schweiz und ihrer Bevölkerung schon…

Unserer heimischen Landwirtschaft gilt es Sorge zu tragen. Eine Politik, in der Jahr für Jahr tausende Bauernbetriebe ihre Existenz aufgeben müssen, könnte der Schweiz und ihrer Bevölkerung schon bald teuer zu stehen kommen.

Gesunde und natürliche, auf heimischen Böden produzierte landwirtschaftliche Erzeugnisse, sind die Grundlage für die Existenz eines jeden souveränen und stolzen Staates. Die SVP setzt sich dafür ein, dass auch in Zukunft eine grösstmögliche Ernährungssouveränität unseres Landes sichergestellt wird. Dies ist gerade auch im Hinblick auf die stark ansteigenden Preise für Lebensmittel auf dem Weltmarkt von zusätzlicher Bedeutung für unser Land. Schweizer Bauern nehmen sehr viele unterschiedliche Aufgaben war. Sie versorgen die weiterverarbeitende Industrie mit qualitativ hochwertigen Rohstoffen, welche sie aus tiergerechter und nachhaltiger Produktion gewinnen. Zudem stellen sie durch die fortwährende Bewirtschaftung der Böden und Wälder sicher, dass die Vergantung des Landes nicht weiter voran schreitet und der Tourismus in unserem Land eine hohe Wertschöpfung erzielen kann. Nicht zuletzt garantieren die Bauern auch die sehr wichtige dezentrale Besiedelung und stellen damit ein wertvolles und notwendiges Gegengewicht zur zunehmenden Verstädterung dar. Dem produzierenden Bauernstand gilt es Sorge zu tragen. Dies hat insbesondere noch Industrieminister Schneider-Ammann zu verinnerlichen. Die SVP wird ein wie auch immer geschnürtes Paket mit der EU, bei der die Schweizer Landwirtschaft geopfert wird, mit einem Referendum bekämpfen.

Im Jahr 2015 findet in Mailand die Weltausstellung zum Thema „Die Welt ernähren“ statt. Eine ideale Gelegenheit, den Schweizer Landwirten ein entsprechendes Schaufenster zu bieten, in welchem sie und ihre qualitativ hochwertigen Produkte einem internationalen Publikum nähergebracht werden können. Die SVP ist der Ansicht, dass es keine geeigneteren Botschafter zum festgelegten Themenbereich gibt, als die Schweizerischen Bauernfamilien, welche nach höchsten Qualitätsanforderungen natürlich und innovativ produzieren. Das kontinuierliche Engagement für eine nachhaltige Bewirtschaftung verdient eine entsprechende Würdigung. Die gelebten bäuerlichen Traditionen verbunden mit den weltweit höchsten Qualitätsanforderungen bietet für die Weltausstellung in Mailand die einmalige Grundlage, der Welt unsere speziell geprägte Landwirtschaft mit ihrer topographisch geprägten Struktur, ihren Spezialitäten und Traditionen näher zu bringen.

Die SVP Bundeshausfraktion wird in der Frühjahrssession einen entsprechenden Vorstoss einreichen, der von den zuständigen Stellen verlangt, dass das Konzept der Schweizer Teilnahme dementsprechend anzupassen ist, dass der Schweizer Landwirtschaft mit ihren Rohstoffen und Produkten an der Weltausstellung eine zentrale Rolle zukommt.

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