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Referat

Begrüssungsansprache

Im Namen der SVP Graubünden heisse ich Sie alle hier in Klosters ganz herzlich willkommen und möchte es nicht unterlassen, Ihnen für Ihr Kommen an diesem herrlichen Wintertag zu danken. Es ist mehr als bedauerlich, dass Sie bei diesem Traumwetter den Tag in unserer neu erstellten Arena verbringen müssen und es Ihnen Ihre Pflicht als Delegierte leider vergönnt, nach einem langen Winter stattdesen die wärmende Frühlingssonne und die herrliche Umgebung von Klosters im Freien zu geniessen.

Es ist der SVP Graubünden eine grosse Freude und Ehre zugleich, nach der denkwürdigen Delegiertenversammlung auf der St. Luziensteig vor den Wahlen im Herbst 2015 erneut eine Delegiertenversammlung durchführen zu dürfen. Im Einvernehmen mit der schweizerischen Parteileitung haben wir dieses Jahr als Durchführungsort die Gemeinde Klosters – Serneus gewählt, welche Ihnen möglicherweise einen etwas längeren Anfahrtsweg beschert, Ihnen dafür aber den Besuch einer wunderschönen und bekannten Bündner Tourismusdestination ermöglicht hat. Dass sie aber dennoch einfach und unbeschwert an den heutigen Tagungsort reisen konnten, ist massgeblich auf das Verdienst unseres Altständerates Christoffel Brändli zurückzuführen. Durch die Umklassierung der Prättigauer Strasse von einer gewöhnlichen kantonalen Hauptstrasse in eine Nationalstrasse verbunden mit den entsprechenden Finanzierungsmöglichkeiten konnte von Küblis bis zum Anschluss des Vereinatunnels innerhalb relativ kurzer Zeit ein kostspieliges und technisch höchst anspruchsvolles Umfahrungsprojekt realisiert werden.

Der heutige Veranstaltungsort der Delegiertenversammlung hat sich unter verschiedensten Titeln einen Namen geschaffen. Durch den Bau des Vereina- Eisbahntunnels mit rollender Strasse ist Klosters seit 1999 zu einem wichtigen innerkantonalen Verkehrsknotenpunkt geworden, von welchem aus viele Ziele in Graubünden einfach und schnell zu erreichen sind. Dank der bekannten „Sunniberg-Brücke“ von Professor Menn als Teil der Umfahrungsstrasse ist Klosters weiter zu einem national wie international viel beachteten Fotosujet geworden. Zusammen mit der Landschaft Davos gehört Klosters mit dem bekannten Skigebiet Parsenn aber auch zu den ältesten Tourismusdestinationen der Schweiz, ja der Alpen schlechthin. Hier wurden die ersten Sprungschanzen, die ersten Skilifte in Holz sowie Bergbahnen gebaut, welche bereits früh Wintersportler aus der ganzen Welt anzogen. Von der besonderen Attraktivität des Skigebietes waren und sind aber nicht nur Sportbegeisterte sondern auch Vertreterinnen und Vertreter des Showbusiness – wie etwa Greta Garbo – ebenso angetan wie jene aus Politik und verschiedensten Königshäusern. So wurde erst gerade vor zwei Wochen just in diesen Räumen Prinz Charles aus Grossbritannien in einer einfachen Feier für seine 40-jährige Treue zu Klosters geehrt. Sie sehen also, geschätzte Delegierte und Gäste, mit Ihrem heutigen Besuch reihen Sie sich nun auch in das Glied prominenter Besucherinnen und Besucher unserer Tourismusdestination ein, auf welche wir stolz sind und über die wir uns freuen.

Ganz besonders würde es uns freuen, wenn Sie wiederkommen und sogar auch noch etwas bleiben, sei es im Sommer oder Winter. Wie viele andere Tourismusdestinationen leidet nämlich auch unsere Destination seit Jahren an einem kontinuierlichen Rückgang an Gästen und Logiernächten. Diese Entwicklung ist umso bedauerlicher, als neben dem Tourismus auch die anderen Wirtschaftsbereiche unserer 4400 Einwohner starken Gemeinde bereits starke Einbussen erlitten haben oder solche noch bevorstehen. Bereits in den 70-er und 80-er Jahren sind die einstmals hohen Erträge aus der starken Waldwirtschaft massiv eingebrochen. Als Folge der Zweitwohnungsinitiative wurden auch für das Bauhaupt- und -nebengewerbe signifikante Strukturanpassungen unerlässlich, wodurch zahlreiche Arbeits- und Ausbildungsstellen verloren gingen. Als starke Wasserkonzessionsgemeinde ist unsere Gemeinde sodann auch von den rückläufigen Erträgen bei den Wasserzinsen betroffen, was zusammen mit den übrigen Ertragsausfällen die eigene Investitionskraft der Gemeinde sukzessive schwächt und dadurch die Attraktivität als Kur- und Wohnort allmählich verloren geht. Unter diesen Prämissen ist es deshalb nicht verwunderlich, dass immer mehr Junge abwandern und viele lokale Kleinbetriebe längerfristig um ihre Existenz bangen.

In der gleichen Situation wie die Gemeinde Klosters – Serneus sind zahlreiche andere Bündner Gemeinden und Tourismusorte. Strukturanpassungen, neue Kooperationsmodelle und -möglichkeiten, bessere Erschliessungen und vor allem weniger Bürokratie bei geplanten Investitionen sind für einen Turnaround im Bündner Tourismus unabdingbar. Ein solcher ist jedoch nur mit einer starken Bündner Regierung zu bewerkstelligen, welche mit Weitsicht, Mut und Durchsetzungsvermögen die anstehenden Probleme angeht. Die SVP Graubünden als junge Partei ist bis heute nicht in der Bündner Regierung vertreten. Auch im Grossen Rat, dem kantonalen Parlament, stellt sie wegen des geltenden Majorzwahlsystems mit neun von 120 Mitgliedern – zumindest zahlenmässig – eine unbedeutende Vertretung. Dies obschon es die noch junge SVP Graubünden geschafft hat, bei den Nationalratswahlen bereits einen Wähleranteil von knapp 30% zu erobern. Im kommenden Juni finden nun Gesamterneuerungswahlen für Parlament und Regierung statt. Die SVP Graubünden versucht nicht nur die Zahl der Parlamentssitze massgeblich zu erhöhen, sondern sie strebt insbesondere und erneut auch den Einzug in die Bündner Regierung an. Beide Ziele sind jedoch sehr ambitiös, da in Graubünden vor allem die BDP von Altbundesrätin Eveline Widmer – Schlumpf mit ihren zwei Regierungsräten und 27 Grossräten nach wie vor eine starke Partei mit einer grossen Anhängerschaft in vielen Regionen ist. Für die Regierungsratswahlen hat die SVP Graubünden den derzeitigen Polizeikommandanten und Juristen Walter Schlegel nominiert. Als Verantwortlicher für die Durchführung und Sicherheit am WEF in Davos hat sich unser Kandidat nicht erst dieses Jahr, sondern bereits früher als umsichtige und führungsstarke Persönlichkeit für das Amt eines Regierungsrates empfohlen.

Ich möchte es schliesslich nicht unterlassen, Sie im Rahmen meiner kurzen Begrüssung noch auf einen bevorstehenden Anlass der SVP Graubünden hinzuwiesen. Am 5. Mai 2018 organisiert die SVP Graubünden ihr viertes SVP-Schiessen und zwar in Grüsch am Eingang des Prättigaus. Die SVP Graubünden würde sich ausserordentlich freuen, wenn sich einige Delegierte aus andern Kantonen zu einer Teilnahme an unserem SVP-Schiessen entschliessen könnten. Bekanntermassen eignet sich ein derartiger Anlass nicht nur zu einem Wettstreit mit der Waffe, sondern auch zu einem interessanten Gedankenaustausch unter politisch Gleichgesinnten. In diesem Sinne hoffe ich sehr, Sie heute nicht zum letzten Mal in Graubünden begrüssen zu dürfen und wünsche Ihnen nun eine interessante Delegiertenversammlung, einen schönen Aufenthalt und eine gute Heimkehr.

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