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Referat
Medienkonferenz vom 17. November 2006

Das Nein zu den Ost-Milliarden in 85 Sekunden am Telefon erklärt

Wenn wir die laufende Abstimmungskampagne betrachten, so stellen wir das immer gleiche Muster fest. Schon bei Schengen/Dublin, bei der Ost-Personenfreizügigkeit und auch jetzt wieder, bei den Ost-Mill

Roman S. Jäggi, Pressesprecher SVP

Wenn wir die laufende Abstimmungskampagne betrachten, so stellen wir das immer gleiche Muster fest. Schon bei Schengen/Dublin, bei der Ost-Personenfreizügigkeit und auch jetzt wieder, bei den Ost-Milliarden, kämpfen die Befürworter mit Unsummen Geld und mittlerweile sogar mit den immer gleichen Plakaten an den immer gleichen Standorten. Die Gegner hingegen führen die Abstimmungskämpfe mangels Geld stark über die Parteibasis, also buchstäblich über „die Strasse“. Darin ist die SVP wesentlich stärker als economiesuisse, die Mitte-Parteien und heute vermutlich sogar stärker als rot-grün.

Es ist uns gelungen, die Botschaft für ein Nein zur Kohäsionsmilliarde so in eine 85-Sekunden-Ansage zu verpacken, dass am Schluss auch Leute, die der Urne sonst eher fern bleiben, verstehen, welches die drei Hauptargumente sind:

  1. Mit der Annahme des Osthilfegesetzes können wir (das Volk) nicht mehr demokratisch über weitere Zahlungen befinden;
  2. Die EU hat bereits weitere Forderungen in der Höhe von mehreren hundert Millionen Franken angemeldet (für Beitritt von Bulgarien und Rumänien);
  3. Es gibt keinen Zusammenhang mit den Bilateralen Verträgen. Bei einem Nein zur Kohäsionsmilliarde sind diese nicht in Gefahr.

Die SVP des Kantons Zürich hat sich entschlossen, auf ihrem Kantonsgebiet einen Versuch mit Telefoninformation durchzuführen. Ziel war es, möglichst viele der angerufenen 100’000 Telefonteilnehmer über die Abstimmungsvorlage zu informieren. Gesprochen wurde die 85-Sekunden-Ansage von Nationalrat und SVP-Präsident Ueli Maurer. Zuerst gab es zwei Pilotversuche mit je 5’000 gewählten Telefonnummern.

  1. Rund 20-25 Prozent der Angerufenen waren gerade besetzt, gingen nicht ans Telefon oder es kam aus technischen Gründen keine Verbindung zu Stande;
  2. Mehr als 75 Prozent derjenigen, die das Gespräch entgegen nahmen, hörten der gesamten Botschaft bis zum Schluss zu;
  3. 5 bis 10 Prozent der Zuhörer bestellten weitere Informationen.

Danach folgte eine weitere Phase mit 90’000 Telefonnummern. Diese läuft noch bis heute Freitagabend. Die Zwischenergebnisse sind hier noch besser als beim Pilotversuch, weil einige Veränderungen vorgenommen wurden. So werden jene, die am ersten Tag nicht erreichbar waren, am zweiten Tag dieser Phase noch einmal angerufen usw.

Der Vorteil der Telefoninformation liegt zweifelsfrei in der Messbarkeit. Wie viele Teilnehmer hören zu? Wie viele bestellen Zusatzinfos? Wie viele hängen während der Durchsage auf? Wenn ja, an welcher Stelle der Durchsage usw.? Und am Schluss kann man sehen, ob das Abstimmungsergebnis in der Gemeinde A, in der man viele Menschen angerufen hat, besser ausgefallen ist, als jenes in der Nachbargemeinde B, in der niemand angerufen wurde.

Das Telefonspam-Gejammer
Vielleicht noch ein Wort zum Vorwurf des Telefonspam. Selbstverständlich sind diese Anrufe bei einigen der Telefonteilnehmer unerwünscht. Bei mir ist auch vieles unerwünscht, was in meinem Briefkasten oder in meiner Mailbox landet. Fakt ist aber, dass immer mehr Leute ein Telefon, Fax, Handy mit SMS und MMS sowie eine Mailbox und einen Internet-Anschluss besitzen. Wer Kommunikationsmittel nutzt, will grundsätzlich erreichbar sein und entscheidet nicht mehr selber, wer ihn anrufen oder ihm eine E-Mail schicken wird. Aber man kann mit einfachen Mitteln entscheiden, was mit den Anrufen und Mails geschehen soll. Es gibt Telefonbeantworter, Spamfilter, Rufnummernunterdrückung und die uralte Gabel, auf die man den Hörer zurücklegen kann.

Neue Wege gehen
Ob Trojanisches Pferd, Online-Diskussionsforum, Chat, SMS-Service, Telefoninformation oder Geissbock und Glücksbringer „Zottel“ – die SVP wird solche innovativen und neuen Wege der Kommunikation in Abstimmungs- und Wahlkämpfen auch weiter gehen. Denn diese beeinträchtigen die ordentliche politische Arbeit unserer Partei nicht, sind aber gut geeignet, um auch Menschen mit unseren Botschaften zu erreichen, an die man über die ausgetretenen Pfade kaum mehr heran kommt.

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