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Referat
Medienkonferenz vom 27. Juli 2010

Die heutige Schweiz leidet am Verlust von Sicherheiten, Werten und Bewusstsein

Unser modernes Denken beschäftigt sich wenig mit der christlich-abendländischen Kultur und Geschichte. Der Kampf der moralischen Relativierung ist zu verstärken, weil sonst der Zusammenhaltsinn…

Alfredo Soldati, Mitglied Kantonalvorstand, Losone (TI)

Unser modernes Denken beschäftigt sich wenig mit der christlich-abendländischen Kultur und Geschichte. Der Kampf der moralischen Relativierung ist zu verstärken, weil sonst der Zusammenhaltsinn verloren geht. Unsere Kultur ist geprägt vom Willen des gemeinsamen Einstehens für die Heimat, die Familie, die Viersprachigkeit und die Landesverteidigung. Das forcierte Gutmenschentum, das uns die Linke ins Bewusstsein einschärfen will, hat sogar dazu geführt, dass wir an unserem eigenen Volk zweifeln. Und jetzt müsste sich, gemäss einigen, dieses Volk auch noch schämen, in der Klasse ein Krippenspiel vorzubereiten oder in der Schule Weihnachtslieder zu singen!

Wenn unser Glas mit Werten wie nationalem Stolz, Glauben, Ordnungssinn, Gesetzestreue und Leistung voll wäre -Werte, die der SVP alle sehr wichtig sind -, wäre es sehr schwierig für jeden der versucht, dieses auszuschütten. Ein halbleeres Glas ist für andere allerdings einfach auszuschütten und mit Werten zu füllen, die nicht die unseren sind. Werte, die Unordnung verursachen, die unsere Sicherheiten und Überzeugungen angreifen. Dagegen kämpf die SVP an, sie steht als einzige Partei für das Wohl und die Sicherheit aller ein!
Wir wollen nicht, dass eines Tages unsere Kinder uns Vorwürfe machen, wie es der Schriftsteller Khalil Gibran festhält: „Warum habt Ihr uns wachsen lassen ohne Wurzeln, ein Wort ohne Ton, im Dunkel der Nacht?“.

Wir müssen uns immer daran erinnern, dass wir die Bewahrer unserer Kultur sind, die uns von unseren Vorfahren überliefert wurde und welche wir unseren Nachkommen weitergeben wollen. Unsere Kinder sollen sich erinnern woher sich kommen und wohin wir uns wünschen, dass sie gehen.

Wenn der Islam den Rechtsstaat akzeptiert, indem er sich von den radikalen Positionen distanziert (wie z.B. den wahhabitischen Strömungen), besteht für unser Land kein Problem. Beweis dafür ist die Integration einer grossen Anzahl von Muslimen, denen es nicht in den Sinn kommt, ihre Töchter vom Schwimmunterricht fernzuhalten oder ihren Kindern vorzuschreiben, das Gesicht vor einer Krippe abzuwenden.

Die SVP stellt in ihrer Volksbefragung folgende Frage an unsere Bürgerinnen und Bürger: „Wie viel Islam wollen Sie?“. Und die Antwort könnte sein, dass wir mitnichten Probleme haben mit jenem Teil des Islams, der sich bereit erklärt unsere Gesetze und Gewohnheiten zu akzeptieren, ohne nach Ausnahmeregelungen und parallelen Rechtssystemen zu fragen, ohne Quartiere mit Sonderregeln zu verlangen.

Die Idee einer Loyalitätsklausel im Moment der Einwanderung in die Schweiz kann ein Thermometer sein für die Motivation, mit welcher ein Ausländer in die Schweiz einreist, indem er dessen Wesen integral akzeptiert. So könnte er auch rechtfertigen, dass er nicht einfach in die Schweiz kommt, weil sein Finger zufälligerweise auf der Weltkarte dort stehenblieb, sondern weil er unsere Nation als leuchtendes Modell des Zusammenlebens und des Respektes anerkennt und als Ort, wo alle dazu beitragen, das Leben akzeptabel und würdig zu gestalten.

Wenn wir die Kontrolle über die Einwanderung verlieren, kann uns ähnliches widerfahren wie unseren Nachbarstaaten, wo es vielerorts bereits Parallelgesellschaften gibt. Diese entfernen sich sprachlich, sittlich und sozial von der Umgebung, in der sie geografisch wohnen. Wir wollen und können es besser machen, indem wir unsere Identität stärken und unsere Einzigartigkeiten bewahren.

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