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Medienkonferenz vom 11. Oktober 2013

Es gibt mehr als ein Familienmodell! / von Yannick Buttet, Nationalrat CVP

Während vielen Jahren gab es in der Schweiz nur ein Familienmodell. Heute stellt sich die Situation glücklicherweise etwas anders dar und die Familien sind frei dasjenige Familienmodell zu wählen…

– von Yannick Buttet, Nationalrat CVP, Muraz (VS) –

Während vielen Jahren gab es in der Schweiz nur ein Familienmodell. Heute stellt sich die Situation glücklicherweise etwas anders dar und die Familien sind frei dasjenige Familienmodell zu wählen, das am besten zu ihren individuellen Bedürfnissen passt.

Heute werden diejenigen Familien, die sich entscheiden, ihr Kind in eine Kindertagesstätte zu geben von öffentlichen Hand finanziell unterstützt. In meinen Augen sollten aber alle Familien unterstützt werden, unabhängig davon, ob sie ihre Kinder selber betreuen oder fremd betreuen lassen. Es ist leider so, dass diejenigen Familien, die ihre Kinder selber betreuen, heute gleich dreifach benachteiligt werden. Erstens, verzichten diese Familien auf einen Teil ihres Einkommens, wenn sich entweder der Vater oder die Mutter entschliesst, aufgrund der Kinderbetreuung im Job kürzer zu treten. Zweitens, finanzieren sie über ihre Steuern die externe Kinderbetreuung mit, auch wenn sie diese nicht in Anspruch nehmen. Und drittens können sie, nicht wie diejenigen Familien, die ihre Kinder fremd betreuen lassen, keinen Fremdbetreuungsabzug bei den Steuern geltend machen.

Diese Ungerechtigkeit ist schon fast diskriminierender Natur und muss dringend beseitigt werden.

Werden neu auch Steuerabzüge für die Eigenbetreuung zugelassen, so gibt man den betreffenden Eltern endlich eine echte Wahl ihres individuellen Familienmodells. Die heutige Politik anerkennt nämlich nur den fiskalischen Wert der arbeitenden Eltern und möchte deshalb beide Elternteile so rasch wie möglich wieder in den Arbeitsprozess integrieren. Die Erziehung der Kinder stellt aber auch einen Wert dar, nicht nur für die Familie sondern für die ganze Gesellschaft. Dieser Wert wird heute aber nicht hinreichend wertgeschätzt.

Die Gegner der Initiative bemängeln, dass diese ein bestimmtes Familienmodell, nämlich die so genannt „traditionelle" Familie bevorzugt und fördert. Dabei lassen sie aber ausser Acht, dass sie selber auf eine Vereinheitlichung der Familienmodelle drängen, indem sie neben den eigenen Vorstellungen keine anderen mehr zulassen. Dass Kinder selber betreut werden sollen, wird von ihnen nicht goutiert. Folglich ist es so, dass Eltern, die sich bewusst entschliessen, Zeit und Geld in die Betreuung ihrer Kinder zu investieren, benachteiligt werden. Gleichzeitig werden sie durch finanzielle Anreize motiviert, ihre Kinder fremdbetreuen zu lassen um möglichst schnell wieder arbeiten zu gehen.


Als Vertreter der CVP kann ich – wie übrigens auch die Mehrheit meiner geschätzten Kolleginnen und Kollegen aus der Bundeshausfraktion – diese fiskalische Bestrafung nicht akzeptieren. Es darf nicht sein, dass diejenigen Familien, die sich dazu entschlossen haben, ihre Kinder selber zu betreuen, benachteiligt werden, nur weil das von ihnen gewählte Familienmodell gerade nicht „angesagt" ist.

Aus diesem Grund unterstütze ich diese Initiative, die ein neues Regime auf nationaler Ebene fordert, welches die CVP selber in Zug, in Luzern und im Wallis bereits erfolgreich eingeführt hat

Um zwischen den verschiedenen Familien wieder Gerechtigkeit herzustellen, und ihnen eine echte Wahl des individuellen Familienmodells zu ermöglichen, sage ich am 24. November somit entschlossen JA zur Familieninitiative.

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