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Referat
Medienkonferenz vom 14. August 2007

Integration und Ausländerpolitik aus dem Blickwinkel eines Auslandschweizers

Wir Auslandschweizer sind alle in unseren Gastländern Ausländer. Wir wissen, was es heisst, sich integrieren und an fremde Regeln halten zu müssen. Als Auslandschweizer weiss ich: Integration ist Sach

Wir Auslandschweizer sind alle in unseren Gastländern Ausländer. Wir wissen, was es heisst, sich integrieren und an fremde Regeln halten zu müssen. Als Auslandschweizer weiss ich: Integration ist Sache der Einwanderer und nicht die Aufgabe des Gastlandes. Ich muss mich anpassen.

Anpassung an die örtlichen Gegebenheiten als Voraussetzung
Anpassen heisst jedoch nicht, all das zu übernehmen, was vorgegeben ist und dabei seine Wurzeln zu verraten und zu verleugnen. Anpassen heisst, sich in jedem Kreis, in dem man sich bewegt, an die Regeln zu halten, die ein geordnetes und faires Zusammenleben sicherstellen. In jedem Fall aber sind die Folgen des eigenen Handelns zu tragen. Einst war dies selbstverständlich und machte erst den Reiz des Lebens aus. Als ich ins Ausland ging, war es normal, sich den örtlichen Gegebenheiten anzupassen. Damit konnte man die Freiheit gewinnen, dort auch etwas zu schaffen und zu erreichen. Damals galt dies auch noch in der Schweiz – und es wäre an der Zeit, dass dies wieder gilt.

Wie wird man behandelt, wenn man kriminell wird
Südafrika, das allgemein als Drittweltland bezeichnet wird, hat sehr strenge, aber einfache und klare Gesetze bezüglich Einwanderung und Arbeitsbewilligungen. In Südafrika werden keine Bewilligungen ausgestellt, wenn die Arbeit von eigenen Leuten erledigt werden kann. Eine Einreise ohne Papier oder ohne Bewilligung ist ein riskantes Unterfangen. Denn die Gesetze sind klar: Wer ohne Aufenthaltsbewilligung erwischt wird, wird bestraft und zwar mit Gefängnis. Während der Untersuchungshaft muss mit extrem harten Verhältnissen gerechnet werden. Die Gesetzgebung verweist jedoch darauf, dass diese Zustände allen bekannt sind: Es liegt am einzelnen, sich dem Gesetz anzupassen. Die herrschenden Regeln gelten für alle.

Ausschaffungen: Kosten zu Lasten des Verurteilten
Die Ausschaffungskosten gehen in Südafrika zu Lasten des Verurteilten. In anderen Worten: Wer die Kosten nicht selber bezahlen kann, muss sie im Arbeitslager abverdienen. Und zwar zum vom Lager vorgeschriebenen Tarif. Dies sind einfache Gesetze, die alle kennen.

Auch in der Schweiz muss die Ausschaffung krimineller Ausländer wieder konsequent durchgesetzt werden – so, wie es fast überall auf der Welt gehandhabt wird. Heute ist die Ausweisung ja nur noch eine ausländerrechtliche Massnahme und wird viel zu lasch und von Kanton zu Kanton äussert unterschiedlich angewandt. Für die Sicherheit in der Schweiz braucht es klare Regeln, wann es zu einer Ausschaffung kommen muss. Dies auch zum Wohle der anständigen und integrierten Ausländer. Würden in Südafrika immer wieder Schweizer mit kriminellen Machenschaften unsere Nationalität in Verruf bringen, müsste ich mich schämen, dass ich Schweizer bin, und ich würde mich auch dafür einsetzen, diese Personen auszuschaffen.

Ja zur „Ausschaffungsinitiative“ der SVP
Darum unterstütze ich, der ich selber die meiste Zeit ein „Ausländer“ bin, die Ausschaffungsinitiative der SVP. Sie führt dazu, dass die Schweiz sicherer wird. Und sie ist auch ein klares Votum gegen die lasche Rechtsprechung: Mit dieser Initiative muss zwingend jeder Ausländer, welcher aufgrund einer schweren Straftat verurteilt worden ist, ausgewiesen werden. Dies finde ich richtig: Kriminelle und Gewalttäter haben ihr Gastrecht in einem fremden Staat verwirkt.

Mit diesen Anliegen und politischen Zielen kandidiere ich als Auslandschweizer für den Nationalrat, um ebensolche Probleme mit meiner Erfahrung als Auslandschweizer und meinem Blickwinkel von aussen angehen zu können.

 

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