Mitmachen
Vernehmlassung

Änderung des Jagdgesetzes

Die SVP kann die Vorlage als längst überfälligen Schritt in die richtige Richtung unterstützen. Es bleibt jedoch klar festzuhalten, dass die Revision einmal mehr auf halbem Wege stecken bleibt und die vom Parlament überwiesene Motion 10.3264, welche eine Kündigung der Berner Konvention anstrebt, weiterhin nicht erfüllt ist. 

Der Entwurf zeigt deutlich, dass der Bundesrat auch nach bald sechs Jahren immer noch und auch in Zukunft offensichtlich nicht bereit ist, die vom Parlament angenommene Motion – den Wolf als jagdbare Art einzustufen – umzusetzen. Dabei ist es unerheblich, ob der Bundesrat eine allfällige Kündigung der Berner Konvention als staatspolitisch und juristisch vertretbar erachtet, das Parlament hat den Willen bereits kundgetan. Insofern ist die vorliegende Teilrevision zwar ein erster Schritt, der aber nicht genügend weit geht.

Es wird deshalb auch in Zukunft trotz einiger Verbesserungen im Entwurf damit zu rechnen sein, dass der Wolf wie auch andere Grossraubtiere in der Schweiz ungestört auf Beutezug gehen können und Schäden an Herden oder gar Menschen verursachen.

Dass die Kantone neu vermehrt wieder, ihrer Zuständigkeit gemäss, mehr Spielraum bei der Regulierung bekommen sollen, ist zwar zu begrüssen. Ebenfalls sinnvoll ist die Tatsache, dass die Kantone autonomer als bisher und ohne expliziten Nachweis ihrer Arbeit bei der Regulation von Konflikte verursachenden Arten nachgehen können. Richtig angewendet, könnte dies zu einer Verbesserung der bisherigen Praxis führen.

Bei der Gesamtsicht der Vorlage werden die genannten Erleichterungen leider wieder relativiert. So wird die Möglichkeit, kranke oder verletzte Tiere jederzeit abschiessen zu können eingeschränkt. Ebenso soll die Berücksichtigung des Tierschutzes bei der Regelung und Planung der Jagd als grundsätzliche Verpflichtung der Kantone im Gesetz verankert werden, was im Endeffekt dazu führt, dass es einmal mehr in der Praxis sehr schwierig werden wird, die Massnahmen durchzuführen.

Dazu passt auch die im erläuternden Bericht genannte Intention des Bundes, dass die Vorlage zum Ziel hat, die langfristige Akzeptanz der Konflikte verursachenden geschützten Tierarten wie Luchs, Bär und Wolf mit der Vorlage zu erhalten und zu fördern.

Die SVP hält deshalb einmal mehr fest, dass die genannten Grossraubtiere keinen Platz in unserem dichtbesiedelten Land haben und die Vorlage dies auch entsprechend zu berücksichtigen bzw. zu verbessern hat – analog der bereits eingangs erwähnten Motion 10.3264, welche es endlich ohne Abstriche umzusetzen gilt.

Artikel teilen
mehr zum Thema
Medienmitteilung
Artikel teilen
17.09.2019
An ihrer heutigen Sitzung hat sich die Fraktion der SVP einstimmig für die Volksinitiative „Ja zum Verhüllungsverbot“... mehr lesen
Vernehmlassung
Artikel teilen
16.09.2019
Das aktualisierte Landschaftskonzept Schweiz (LKS) basiert auf einem umfassenden Landschaftsbegriff im Sinne des Europäischen Landschaftsübereinkommens und definiert... mehr lesen
Editorial
Artikel teilen
11.09.2019, von Werner Salzmann
Dank der SVP können Historische Schiessen auch künftig stattfinden. Die Anlässe waren durch übertriebene Auflagen bedroht. Ohne... mehr lesen
weiterlesen
Themen & Standpunkte
Bildung

Abgehobene Reformen stoppen, zurück zur praxisorientierten Bildung.

Werkplatz Schweiz

Mehr Wirtschaftsfreiheit statt Bürokratie.

Gesundheit

Qualität dank Wettbewerb.

Sozialwerke

Sozialwerke sichern – Missbräuche bekämpfen.

Eigentum stärken - Freiheit stärken

Gegen Enteignung, für den Schutz der Privatsphäre.

Aussenpolitik

Unabhängigkeit und Selbstbestimmung.

Sicherheit, Recht und Ordnung

Opferschutz statt Täterschutz.

Landwirtschaft

Für eine einheimische Produktion.

Energie

Für eine Energieversorgung mit Zukunft.

Social Media
Besuchen Sie uns bei:
Oder öffnen Sie unsere Social Pinwand. Alle Posts und Bilder auf einer Seite.
Newsletter
Wenn Sie regelmässig über die SVP und unsere Arbeit informiert werden wollen, abonnieren Sie hier unseren Newsletter.
Schweizerische Volkspartei SVP, Generalsekretariat, Postfach, 3001 Bern
Tel. 031 300 58 58 – Fax 031 300 58 59 – E-Mail: info@svp.ch – PC: 30-8828-5

Diese Seite teilen

Wir verwenden Cookies, um Inhalte und Anzeigen zu personalisieren, Funktionen für soziale Medien anbieten und Zugriffe auf unsere Webseite analysieren zu können. Ausserdem geben wir Informationen zur Nutzung unserer Webseite an unsere Partner für soziale Medien, Werbung und Analysen weiter. Details ansehen
Ich bin einverstanden

Sind Sie bereit, sich für eine sichere Schweiz in Freiheit zu engagieren?

Mach mit - Wahlerfolg sichern

Engagiere dich mit uns:

Meine Zeit für eine freie und

sichere Schweiz