Mitmachen
Vernehmlassung

Teilrevision Verordnung des WBF über den nachträglichen Erwerb des Fachhochschultitels

Die SVP begrüsst zwar, dass die altrechtlich erworbenen Titel aktualisiert werden können und eine gewisse Anerkennung durch diese Aktualisierung erreicht werden kann. Aus bildungspolitischer Perspektive ist aber diese Entwicklung der Akademisierung der Pflegeberufe nicht zu befürworten.

Die SVP begrüsst zwar, dass die altrechtlich erworbenen Titel aktualisiert werden können und eine gewisse Anerkennung durch diese Aktualisierung erreicht werden kann. Aus bildungspolitischer Perspektive ist aber diese Entwicklung der Akademisierung der Pflegeberufe nicht zu befürworten.

Für die SVP ist es nicht nachvollziehbar, wie mit dieser Akademisierung der Pflegeberufe höhere Qualität und Quantität erreicht werden kann. Ein Titel, vor allem wenn er inzwischen akademisch ist und daher eine Gewichtung der theoretischen und wissenschaftlich ausgerichteten Ausbildung impliziert, sagt rein gar nichts über die Qualität zu Gunsten der Patienten aus. Hoch qualifiziert zu sein, hat nicht mit dem Titel zu tun, sondern mit den dahinterstehenden Persönlichkeiten und deren Fähigkeiten. Auch ist nicht klar, wie dem Fachkräftemangel damit begegnet werden kann, da mit dieser Akademisierung nur die Titel ändern und schlimmstenfalls die praxisorientierte Ausbildung vernachlässigt wird, aber keinesfalls ausserhalb der Statistik eine Veränderung stattfindet. Es scheint so, dass es eigentlich nur um eine Formalisierung, internationale Vereinheitlichung und Reglementierung geht, welche letztendlich kontraproduktiv und kostentreibend ist, sowie nur eine Angleichung an das benachbarte Ausland bedeutet. Stattdessen bleibt der wahre Fachkräftemangel im Pflegebereich – eben einer nach pflegendem Personal, welches patienten- und praxisorientiert ausgebildet wird – ungelöst. Die in der Praxis erworbenen Fähigkeiten und Erfahrungen, kombiniert mit qualitativ guten Weiterbildungsangeboten sollen zwar belohnt werden, bergen aber ihre Qualität in sich. Diese Titelhascherei darf keinesfalls zu einer weiteren Hierarchisierung führen. Qualität und Erfahrung müssen immer noch ausserhalb der akademischen Titel positiv gewertet und gewürdigt werden können.

Artikel teilen
Themen
mehr zum Thema
Referat
Artikel teilen
03.08.2021, von Diana Gutjahr
Der vergleichsweise liberale Schweizer Arbeitsmarkt ist in Gefahr. Es braucht mehr Flexibilität. Das Staatswachstum und der ständige... mehr lesen
Referat
Artikel teilen
23.03.2021, von Monika Rüegger
Die Bildungs- und Familienpolitik sind wichtige Punkte in den Legislaturzielen der Bundeshausfraktion der SVP. Denn ein leistungsfähiges... mehr lesen
Medienmitteilung
Artikel teilen
26.05.2020
Kennen Sie aus dem Stand ein einziges greifbares oder fassbares Ergebnis des EU-Forschungsprogramms „Horizon“? Nein? Der Bundesrat... mehr lesen
weiterlesen
Themen & Standpunkte
Gesundheit

Qualität dank Wettbewerb.

Energie

Für eine Energieversorgung mit Zukunft.

Freiheit und Sicherheit

Bedrohte Freiheit verteidigen.

Bildung

Abgehobene Reformen stoppen, zurück zur praxisorientierten Bildung.

Sozialwerke

Sozialwerke sichern – Missbräuche bekämpfen.

Medien

Mehr Vielfalt, weniger Staat.

Sport

Gut für Körper und Geist.

Mensch, Familie, Gesellschaft

Eigenverantwortung statt Bevormundung.

Kultur

Kultur ist keine Staatsaufgabe.

Social Media
Besuchen Sie uns bei:
Oder öffnen Sie unsere Social Pinwand. Alle Posts und Bilder auf einer Seite.
Newsletter
Wenn Sie regelmässig über die SVP und unsere Arbeit informiert werden wollen, abonnieren Sie hier unseren Newsletter.
Schweizerische Volkspartei SVP, Generalsekretariat, Postfach, 3001 Bern
Tel.031 300 58 58 – E-Mail:info@svp.ch – PC:30-8828-5

Diese Seite teilen

Wir verwenden Cookies, um Inhalte und Anzeigen zu personalisieren, Funktionen für soziale Medien anbieten und Zugriffe auf unsere Webseite analysieren zu können. Ausserdem geben wir Informationen zur Nutzung unserer Webseite an unsere Partner für soziale Medien, Werbung und Analysen weiter. Details ansehen
Ich bin einverstanden