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Mehr Einwanderung – weniger Lebensraum

Mehr Einwanderung – weniger Lebensraum

Nationalrat Lukas Reimann, Wil (SG)

Im Stadtstaat Schweiz wird es immer enger: Manche Dinge will man gar nicht wissen. Man muss vielleicht in einer Stadt wie Lagos leben, um zu verstehen, was eine exponentiell wachsende Bevölkerung bedeutet…  

Im Stadtstaat Schweiz wird es immer enger: Manche Dinge will man gar nicht wissen. Man muss vielleicht in einer Stadt wie Lagos leben, um zu verstehen, was eine exponentiell wachsende Bevölkerung bedeutet. Lagos gilt als die am schnellsten ­wachsende Stadt der Welt und laut dem Wirtschaftsmagazin «Economist» deshalb auch als eine jener Städte, in denen man am schlechtesten lebt.

Die Menschen in Lagos leiden unter Abgasen, ­Wohnungsnot, schlechter Versorgung, Müll, geschundener Gesundheit, Kriminalität und hoher Kindersterblichkeit. Die Infrastruktur der Stadt kann das Bevölkerungswachstum nicht tragen. Erschreckend ist, dass die Wachstums­zahlen der Schweiz gar nicht so stark von denen von Lagos weg sind. Die weltweiten Bevölkerungszahlen rasen nach oben. Seit 1900 hat sich die Weltbevölkerung von 1,5 Milliarden auf heute 7 Milliarden fast verfünffacht. Damit bleibt auch der Auswanderungsdruck infolge Armut hoch. Die Schweiz zählt dabei weltweit zu den attraktivsten Destinationen.

Sinkende ­Lebens­qualität
Familie van Eijk aus Holland macht seit Jahren Ferien in der Ostschweiz. Dieses Jahr kam sie erstmals nicht. Nicht wegen des Eurokurses: «Wir sind gekommen, weil ihr nicht so dicht besiedelt seid, viel Raum für Natur habt und weil nicht Millionen Menschen auf engstem Raum
zusammengequetscht leben. Doch die Lebensqualität sinkt Jahr für Jahr.»

Schon bald 10 Millionen?
Der Eindruck täuscht nicht. Inzwischen ist die Zahl von 8 Millionen Einwohnern überschritten. Und die Schweiz wächst und wächst. Mit 185 Personen pro km2 ist sie eines der am dichtesten besiedelten Länder Europas. Und das, obwohl unsere Berge nur wenig bewohnt sind. Die Bevölkerung weist derzeit die stärkste Zunahme in der Geschichte der Schweiz auf. In den letzten zehn Jahren sind rund 700’000 Personen mehr ein- als ausgewandert. Die Bundesämter rechnen bereits mit 10 Millionen Einwohnern als direkte Folge der un­kontrollierten Zuwanderung. Wenn politisch nicht gehandelt wird, sind die Zahlen des Bundes sogar zu tief geschätzt. Klar ist, dass dies unser Land verändern wird. Die Auswirkungen auf Arbeitsmarkt und Löhne, auf Kriminalität, In­fra­struk­turen, Mieten, Bodenpreise, Raumplanung, Schulen, Gesundheitswesen und Sozialwerke sind enorm. Dabei weist die Schweiz heute schon einen der weltweit höchsten Ausländeranteile auf. Unser Bevölkerungswachstum ist in ganz Europa einmalig. Die Bevölkerungszahl wächst bei uns fünfmal schneller als in Europa und damit gleich stark wie in Schwellenländern wie Indien.

Eine einzige Grossstadt von St. Gallen bis Genf
Die falsche Politik der unkontrollierten Einwanderung und der EU-Personenfreizügigkeit hat die Schweiz zu einem Masseneinwanderungsland gemacht. In den Jahren 2010 und 2011 wuchs die Bevölkerung um 80’000 Menschen – das entspricht der Einwohnerzahl der Stadt St. Gallen. In 20 Jahren entsteht so auf der Strecke St. Gallen – Genf alle 15 km eine Stadt in der Grösse von St.Gallen. Wir bewegen uns in schnellen Schritten auf einen Stadtstaat zu. Jede Sekunde wird in der Schweiz ein Quadratmeter Boden verbaut. Und trotzdem steigen die Mieten und die Wohnungspreise – parallel zur Einwanderung – stark an.

Verkehrsinfrastrukturen am Anschlag
Das zusätzliche Verkehrsaufkommen der vergangenen Jahre auf Stras­se und Schiene hängt direkt mit dem starken Bevölkerungswachstum zusammen. 300’000 Einwohner mehr bedeuten auch zusätzliche 300’000 Auto- und Bahnfahrer. Das Wachstum wurde durch unkontrollierte Einwanderung mittels Personenfreizügigkeit getrieben. Statt die Verkehrsinfrastrukturen für Milliarden auf solche Kapazitäten auszubauen, müsste auch offen und ehrlich über die Grenzen der Einwanderung diskutiert werden. Die Schweiz stösst an die Grenzen des Tragbaren. Die Lebensqualität leidet.
Schulklassen mit Ausländeranteilen von über 50% sind in den Ballungsgebieten die Regel. An eine vernünftige Integration ist dabei nicht mehr zu denken. Auch der Kriminalitätsanstieg hängt direkt mit der Einwanderung zusammen. Rund 70% der Inhaftierten sind Ausländer. Die Gefahr der Bildung von Parallelgesellschaften, die sich den rechtsstaatlichen Bedingungen komplett entziehen und ein separates Eigenleben entwickeln, nimmt auch in der Schweiz zu.
Natürlich gibt es ausländische Fachkräfte, auf welche die Schweiz angewiesen ist. Diese sind auch weiterhin willkommen und unbestritten. Aber das ist noch lange kein Grund, um der ganzen Welt Tür und Tor zu öffnen. Vielmehr sollte die Schweiz zu einer kontrollierten und eigenständig gesteuerten Zuwanderung zurückkehren.

Lukas Reimann, Nationalrat, Jura-Student, Wil (SG)

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