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AHV Nein – kurzsichtig und unfair für die Jungen

von Kantonsrat Benjamin Fischer, Präsident Junge SVP Schweiz, Volketswil (ZH)

Die AHVplus-Initiative des Gewerkschaftsbundes will nach dem Giesskannenprinzip 10% mehr AHV an alle Rentner verteilen, ob sie es brauchen oder nicht.  Mit dieser Forderung steht die Initiative völlig quer in der Landschaft. Denn eigentlich müsste jetzt alles daran gesetzt werden, das Vorsorgesystem mit einer griffigen Reform auf ein gesundes Fundament zu stellen.

Die grösste Herausforderung des Umlagesystems der AHV ist der demografische Wandel. Die Lebenserwartung steigt und immer weniger Junge müssen immer mehr Rentner bezahlen. Seit der Einführung der AHV hat sich der Rentenbezug um 11 Jahre verlängert, das Verhältnis von Rentnern zu Erwerbstätigen hat sich beinahe verdreifacht. 1948 wurde ein Rentner noch durch 6.5 Erwerbstätige finanziert, 2007 waren es nur noch 3.7 und 2035 werden es nur noch 2.1 Erwerbstätige sein. Bereits heute werden nur noch rund 74% der AHV-Renten über das Umlagesystem (Arbeitnehmer und Arbeitgeber) finanziert. Der Rest kommt aus der Bundeskasse, aus der Mehrwertsteuer und den Spielbanken. Es gibt immer mehr Leistungsbezüger, während immer weniger Berufstätige Beiträge dafür bezahlen. Wenn wir keine Gegenmassnahmen ergreifen, fehlen bis 2030 jährlich rund 7,5 Milliarden Franken im AHV-Topf. Auch die 2. Säule hat Probleme. So kämpfen die Pensionskassen, nebst der steigenden Lebenserwartung, auch mit dem niedrigen Zinsniveau.

Die heutigen Rentenversprechen sind nicht mehr finanziert
Wer heute pensioniert wird, dem fehlen im Schnitt mehr als 40’000 Franken, um die versprochene Rente zu finanzieren. Selbstredend ist jetzt die Zeit zum Handeln gekommen. Und genau jetzt, wo im Parlament um eine Lösung gerungen wird, um diese strukturellen Probleme endlich zu lösen, genau jetzt sollen die AHV-Renten pauschal erhöht werden.

Die Solidarität darf nicht überstrapaziert werden
Käme die AHVplus-Initiative durch, wären alle Einsparungen, die mit der geplanten Reform erzielt werden können, schon wieder ausgegeben und die Stabilisierung des Vorsorgesystems wäre zunichte. Wir Jungen sind gerne solidarisch mit der älteren Generation, jedoch nur, wenn das Rentensystem nachhaltig und glaubwürdig ist, sprich keine strukturellen Defizite aufweist. Die junge Generation dieses Landes ist jedoch nicht bereit, weiterhin in ein marodes System zu bezahlen, aus welchem sie nie eine Rente erwarten können. Es wäre ein knallharter Betrug an der jungen Generation, wenn das Vorsorgesystem nicht auf ein gesundes Fundament gestellt würde. Ein Ja zur AHVplus wäre der Todesstoss für die AHV. Stimmen Sie deshalb Nein.

 

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