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Parteizeitung SVP-Klartext Januar 2021

Ja zum Verhüllungsverbot

In der Schweiz verstecken wir die Frauen nicht unter einem Tuch! Darum stimmen wir am 7. März ja zum Verhüllungsverbot.

Das Gesicht ist Ausdruck unserer Person, unser Fenster zur Welt. Wer Frauen vollverschleiert unter einer Burka oder einem Niqab versteckt, beraubt sie eines wesentlichen Teils ihrer Persönlichkeit. In einer freien Welt, wo Frau und Mann laut Verfassung gleich sind und sich auf Augenhöhe begegnen, darf eine solche Form der Unterdrückung nicht geduldet werden. Die Frauen unter einem Tuch mit Guckloch zu verstecken, ist eines aufgeklärten Landes unwürdig.

Die Burka hat nichts mit Religion zu tun

Eine Burka oder ein Niqab hat nichts mit Religion zu tun, es ist eine Art der Züchtigung der Frau.

Weder die Burka noch der Niqab sind traditionelle islamische Frauenkleider, noch sind sie ein Gebot des Korans und der Sunna*. Erst im 19. Jahrhundert wurde die Geschlechterapartheid im Islam gefordert und später von radikal fundamentalen Regimes durchgesetzt. In den 1970er und -80er Jahren trugen die Frauen in den afghanischen und iranischen Strassen mit sichtlicher Freude und Stolz Miniröcke und offenes Haar. Seit der Islamistischen Revolution sowie dem Machtanspruch der Taliban und anderen radikalen Gruppierungen werden die Frauen bis zur Unkenntlichkeit verschleiert – leider auch gesteinigt und getötet. Sie gelten als minderwertig.

Bei einer Ganzkörperverschleierung der Frau geht es um deren Kontrolle durch den Mann. Der weibliche Körper könnte als Objekt der Begierde gelten, daher soll er für die Öffentlichkeit unsichtbar gemacht werden.

Stoffgefängnis für die Frau? Nicht in der Schweiz!

Wir leben in der Schweiz, hier stecken wir keine Frauen in ein Stoffgefängnis.

Solch patriarchalisches Gebaren darf hierzulande keinen Nährboden finden.

Unsere Mütter haben uns mutig den Weg bereitet für die Gleichstellung von Mann und Frau. Für uns und unsere Töchter und Söhne ist sie eine Selbstverständlichkeit. Weshalb dieser Rückschritt? Welches Vorbild ist eine muslimische Mamma für ihre Kinder, wenn sie sich in der Öffentlichkeit nur unter einer Burka «zeigen» darf?

Die Argumente der Gegner sind beschämend

Die Argumente der Gegner sind beschämend. Sie argumentieren mit einer «liberalen Kleiderordnung» oder behaupten gar, die Frauen würden sich freiwillig verschleiern. Genauso schockierend ist das Argument einiger linken bis FDP-Frauen, die Verhüllung betreffe ja nur ein paar wenige Frauen in der Schweiz.

Wer die Verschleierung der Frauen unter dem wohlklingenden Siegel der «interkulturellen Akzeptanz und Toleranz» unterstützt, degradiert diese Frauen in Tat und Wahrheit zur Zweitklassigkeit und macht sich zum Steigbügelhalter der Unterdrückung.

Wollen Sie das? Wollen Sie diese Diskriminierung zulassen, ungeachtet von Artikel 8 der Bundesverfassung, wonach Mann und Frau gleichberechtigt sind?

Wenn nicht, dann stimmen sie am 7. März 2021 JA zum Verhüllungsverbot.

*Sunna ist ein Begriff, der in vorislamischer Zeit die Sitten, Bräuche, Werte und Normen der verschiedenen arabischen Stämme bezeichnete.

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