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Editorial

Keine Wirkung für Afrika, massive Konsequenzen für Europa

Nun überschlagen sich die Linken, die Grünen und die Gutmenschen wieder mit Aktionismus. Sie greifen eine Forderung der „Sea-Watch 3“ Kapitänin Carola Rackete auf, welche ernsthaft fordert, Europa solle eine halbe Million „Flüchtlinge“ aus libyschen Camps aufnehmen.

Dass Carola Rackete die mediale Gunst der Stunde nutzt, ist infolge ihres völlig überdrehten Helfersyndroms noch irgendwie knapp nachvollziehbar. Von gestandenen Politikern sollte man aber schon etwas mehr Denkvermögen erwarten können. Dieses scheint aber angesichts der herrschenden sommerlichen Temperaturen vor allem bei Politikern aus dem linkes-grünen Lager zumindest vorübergehend leicht eingeschränkt zu sein.

Wie anders ist es zu begründen, dass Angelo Barrile (SP/ZH), Sibel Arslan (Grüne, BS) und Co. nun auch ernsthaft fordern, 500‘000 Personen nach Europa zu holen? Natürlich ist jeder Fall in einem dieser Camps einer zu viel. Und ja, dort herrschen unhaltbare Zustände. Aber Europa wird das Problem niemals lösen können, indem wir die Leute zu uns holen.

Denn würden wir tatsächlich Menschen aus diesen Camps direkt nach Europa holen, entstünde eine unglaubliche Sogwirkung. Jeder potentielle Migrant in Afrika sähe sofort eine reelle Chance, via dieser Lager nach Europa zu kommen – und dies erst noch ohne das Risiko einer gefährlichen Überfahrt. Ein weiterer Massenansturm auf Libyen wäre die direkte Folge. Schlepper könnten sich die Mühe mit den Booten sparen – den Fährdienst würde Europa via Flugzeuge übernehmen.

In Afrika wird alle 12 Tage eine Million Menschen geboren
Es sei den linken und grünen Träumern folgende unumstössliche Tatsache in Erinnerung gerufen: Gemäss UNICEF kommen in Afrika alle 12 Tage eine Million Menschen zur Welt. Also auch wenn Europa nun tatsächlich in völlig verantwortungsloser Manier 500‘000 Menschen aufnehmen würde, so wäre dies nicht einmal der berühmte Tropfen auf den heissen Stein – denn diese 500‘000 Menschen wären innert 6 Tagen wieder „nachgeboren“ – so schlicht und einfach präsentiert sich die Situation.

Deutschland und ja – auch die Schweiz – leiden heute an den Folgen der im Jahre 2015 massenhaft aufgenommenen Migranten. Die massiv angestiegene Gewalt allenthalben, die Tatsache, dass sich eine Frau nachts kaum mehr alleine fortbewegen kann und die neusten Übergriffe in Schwimmbädern und Schulen blenden die Medien genüsslich aus – oder „vergessen“ den Migrationshintergrund der Täter zu erwähnen.

Wir müssen das Problem vor Ort lösen
Ruinös wird es aber vor allem auch auf der Kostenseite. Auf die Schweizer Gemeinden kommen ab 2020 zusätzliche Kosten alleine im Sozialbereich von mindestens einer Milliarde zu – jährlich wiederkehrend, wohlverstanden! Denn der Bund verabschiedet sich nach 5, respektive 7 Jahren von seiner Zahlungspflicht und überlässt die Kostenfolgen seiner völlig desolaten Asylpolitik den Gemeinden. Nur scheinen diese es noch gar nicht bemerkt zu haben. Mir kommen die meisten Gemeindevertreter vor wie Frösche im Kochtopf. Anfänglich freuen sich diese nämlich auch über die angenehm wärmer werdende Temperatur …

Statt Menschen aus Afrika zu uns zu holen, müssen wir das Problem endlich und dauerhaft vor Ort lösen. Sollte Europa nach 2015 nochmals eine grössere Zahl an Migranten aufnehmen, so zeigt dies in Afrika null Wirkung – bei uns in Europa hätte es aber unabsehbare Folgen.

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