Die Schweiz braucht eine leistungsfähige Rüstungsindustrie. Sie sichert Arbeitsplätze, Innovation und die Einsatzfähigkeit unserer Armee. Ein Ja zur KMG-Revision stärkt unseren Wirtschaftsstandort und unsere Sicherheit.

Wer die Verteidigungsfähigkeit der Schweiz erhöhen will, muss auch ihren Werkplatz stärken. Eine einsatzfähige Armee braucht Unternehmen, die ihre Systeme warten, Ersatzteile herstellen und neue Technologien entwickeln. Wirtschaftliche Stärke und militärische Sicherheit gehören deshalb zusammen.
Die Schweizer Rüstungsindustrie ist weit mehr als eine Handvoll grosser Hersteller. Zu ihr gehören zahlreiche KMU und spezialisierte Zulieferer. Sie schaffen anspruchsvolle Arbeits- und Ausbildungsplätze, investieren in Forschung und sichern Wissen, das auch zivilen Anwendungen zugutekommt. Wandern Entwicklung und Produktion ab, verliert der Wirtschaftsstandort Schweiz Kompetenzen, die sich nicht einfach zurückholen lassen.
Der Schweizer Markt allein ist zu klein, um diese industrielle Basis dauerhaft zu tragen. Unsere Unternehmen brauchen Zugang zu internationalen Rüstungsmärkten und verlässliche Rahmenbedingungen. Wer bei Beschaffungen im Ausland nicht mehr berücksichtigt wird, verliert Aufträge, Investitionen und schliesslich seine Zukunft am Standort Schweiz.
Das hat unmittelbare Folgen für unsere Sicherheit. Ohne eigene industrielle Fähigkeiten wächst die Abhängigkeit vom Ausland. Gerade in Krisen können wir uns jedoch nicht darauf verlassen, dass andere Staaten unsere Armee vorrangig mit Ersatzteilen und Material versorgen. Eigene Kompetenzen und die Einbindung in internationale Lieferketten stärken unsere Handlungsfähigkeit.
Die Revision des Kriegsmaterialgesetzes setzt hier an: Sie verbessert die Voraussetzungen dafür, dass Schweizer Unternehmen als verlässliche Partner bestehen können. Damit stärkt sie die Grundlage für Investitionen, Innovation und eine leistungsfähige Rüstungsindustrie.
Ein Ja am 29. November zur KMG-Revision ist deshalb ein Ja zum Wirtschaftsstandort Schweiz und zur Verteidigungsfähigkeit und Sicherheit unseres Landes. Wer Sicherheit langfristig gewährleisten will, muss heute dafür sorgen, dass das notwendige Knowhow in der Schweiz bleibt.