Jedes Jahr kommen rund 100’000 Personen zusätzlich in die Schweiz. Wer unbegrenztes Wachstum zulässt, nimmt Überlastung, Stau und steigende Kosten bewusst in Kauf. Unser Land steht vor dem Kollaps.

Wenn wir über die Zukunft unseres Landes sprechen, dann sprechen wir nicht über abstrakte Szenarien. Wir sprechen über den Alltag der Menschen in der Schweiz. Und dieser Alltag ist geprägt von einer Realität, die niemand mehr bestreiten kann: Wir stehen im Stau. Über 55’000 Staustunden pro Jahr blockieren unsere Strassen. Das ist nicht nur ärgerlich für Pendlerinnen und Pendler, sondern eine massive Belastung für unsere gesamte Volkswirtschaft.
Als Transportunternehmerin erlebe ich die Folgen täglich. Stau- und Standzeiten führen zu erheblichen Produktivitätsverlusten im Strassentransport. Lastwagen stehen still, Chauffeure verlieren Zeit, Lieferketten geraten unter Druck. Ein Lastwagen, der nicht rollt, schafft keine Wertschöpfung. Ein Kunde, der auf seine Lieferung wartet, verliert Vertrauen. Diese Kosten tragen am Ende Unternehmen, Konsumenten und der Wirtschaftsstandort Schweiz.
Unbegrenztes Wachstum heisst Stau und Milliarden Kosten
Warum kommt es so weit? Die Antwort ist klar: Unsere Infrastruktur ist an der Belastungsgrenze. Jedes Jahr wächst die Schweizer Bevölkerung allein durch Zuwanderung um die Grösse der Stadt Luzern. Mehr Menschen bedeuten mehr Autos, mehr Pendler, mehr Güterverkehr. Doch unser Land wird nicht grösser, unsere Strassen und Schienen auch nicht. Der Kollaps ist vorprogrammiert. Wer unbegrenztes Wachstum zulässt, nimmt Überlastung, Stau und steigende Kosten bewusst in Kauf.
Gleichzeitig wird der notwendige Ausbau der Verkehrsinfrastruktur blockiert, während immer mehr Menschen in unser Land kommen sollen. Diese Politik ist widersprüchlich und verantwortungslos. Man kann nicht Wachstum fördern und gleichzeitig die Grundlagen für Mobilität und Versorgung verweigern. Das Ergebnis ist Stillstand – auf den Strassen und in der Wirtschaft.
Besonders deutlich zeigt sich das im Kanton Aargau, meiner Heimat. Als Transitkanton und Drehscheibe für Pendler- und Güterverkehr gilt: Wenn bei uns nichts mehr rollt, steht die halbe Schweiz still. Gleichzeitig hat Links-Grün den Ausbau der Nationalstrassen blockiert, will aber weiterhin immer mehr Zuwanderung zulassen. Diese Rechnung geht nicht auf.
Wir müssen die Ursachen bekämpfen
Genau hier setzt die Initiative «Keine 10-Millionen-Schweiz!» an. Sie fordert, das Bevölkerungswachstum zu stabilisieren, bevor unser System kippt. Das ist keine Abschottung, sondern pure Vernunft. Nachhaltigkeit bedeutet, dass wir Infrastruktur, Umwelt, Ressourcen und Lebensqualität im Gleichgewicht halten. Es kann auch nicht sein, dass wir Schweizer Steuerzahlerinnen und Steuerzahler Milliarden zahlen müssen für den Ausbau der Infrastruktur: und das alles wegen der masslosen Zuwanderung.
Als Unternehmerin sage ich: Wir brauchen Planbarkeit.
Als Transportunternehmerin sage ich: Wir brauchen funktionierende Strassen.
Als Nationalrätin sage ich: Wir brauchen eine Politik, die Ursachen bekämpft, nicht nur Symptome.
Als Schweizer Bürgerin sage ich: Zu viel ist zu viel. Die masslose Zuwanderung schadet unserem Land.
Wer nicht noch mehr Stau will, sagt Ja zur Nachhaltigkeits-Initiative. Wenn wir nichts machen, wird der Druck auf unsere Lebensqualität weiter zunehmen. Darum: Unterstützen Sie die Initiative «Keine 10-Millionen-Schweiz!» – aus Verantwortung für die Zukunft unseres Landes.