Die Welt wird unsicherer. Kriege, Aufrüstung und wachsende Spannungen prägen die Lage. Gerade jetzt braucht unser Land einen klaren Kompass. Diesen gibt uns die Neutralitätsinitiative. Deshalb braucht es am 27. September an der Urne ein klares Ja zu dieser Volksinitiative.

Die Schweiz hat seit 500 Jahren keinen Krieg mehr geführt. Seit 200 Jahren blieb unser Land von grossen militärischen Konflikten und sogar von zwei Weltkriegen verschont. Welcher Staat in Europa kann das von sich behaupten? Diese Erfolgsgeschichte hat einen Namen: Neutralität. Sie hat uns Frieden, Sicherheit und Glaubwürdigkeit gebracht.
Heute zählt die UNO weltweit über 150 bewaffnete Konflikte. Der Krieg in der Ukraine dauert seit über vier Jahren an, im Nahen Osten drohte zuletzt eine Eskalation, die beinahe Mitglieder der NATO in einen Krieg hineingezogen hätte. Das zeigt: Wer sich Militärbündnissen anschliesst, wird schnell zur Kriegspartei. Ein kleines Land wie die Schweiz darf sich nicht zwischen den Grossmächten zerreiben lassen.
Doch unsere Neutralität ist beschädigt. Mit der Übernahme fremder Sanktionen hat der Bundesrat sie leichtfertig preisgegeben. Die Folgen sind sichtbar: Das Ausland nimmt uns nicht mehr als neutral wahr, wichtige Friedensgespräche finden nicht mehr in der Schweiz statt.
Genau hier setzt die Initiative an. Sie verankert die immerwährende, bewaffnete und integrale Neutralität in der Bundesverfassung. Die Schweiz unterstützt keine Kriegspartei, tritt keinem Militärbündnis bei und übernimmt keine Sanktionen, die uns faktisch zur Konfliktpartei machen. Sanktionen der UNO bleiben ausgenommen. Für unsere Verteidigung sorgen wir selbst, mit einer gut ausgerüsteten Armee.
Neutralität ist keine Schwäche, sondern gelebte Eigenverantwortung. Sie schützt unsere Freiheit und macht die Schweiz zum glaubwürdigen Ort für Vermittlung und Frieden. Wer will, dass unser Land Brücken baut statt Fronten bildet, stimmt am 27. September Ja zur Neutralitätsinitiative.