Beat Jans verbreitet Märchen statt Fakten

Es droht kein Engpass in Spitälern und Heimen bei einem JA zur Nachhaltigkeits-Initiative «Keine 10-Millionen-Schweiz!». Die Kampagne der Gegner beruht auf falschen Informationen und ist reine Angstmacherei.

Esther Friedli
Esther Friedli
Ständerätin Ebnat-Kappel (SG)

Noch nie habe ich einen Abstimmungskampf erlebt, in dem so viele Unwahrheiten in die Welt gesetzt wurden. Allen voran SP-Bundesrat Jans: Er tingelt durchs Land und behauptet ernsthaft, man müsse bei einem JA zur Nachhaltigkeits-Initiative «Keine 10-Millionen-Schweiz!» das Basler Unispital von heute auf morgen schliessen. Das ist nichts anderes als billige Angstmacherei und entbehrt jeglicher Grundlage.

Solche Aussagen sind eines Bundesrates nicht würdig und können nicht akzeptiert werden.

Tatsache ist: Auch bei einem JA können benötigte Ärzte und Pflegepersonal problemlos in die Schweiz kommen. Bei einer Zuwanderung von bis zu 40’000 Personen pro Jahr wird das weiterhin möglich sein. Dazu muss man wissen:

Nur ein Bruchteil aller Zugewanderten arbeitet effektiv in der Pflege.
Konkret sind es 1 Prozent bei den Ärzten, und 0,5 Prozent bei den Pflegefachkräften. Also nur 1,5% der Zuwanderer (2025) arbeiten im Gesundheitsbereich. Aber es kommen 100’000 Personen pro Jahr! Das ist einfach zu viel.

Unser Land und unsere Infrastrukturen sind am Anschlag. 100’000 neue Zuwanderer benötigen wiederum rund 500 Ärzte, 2000 Pflegende und 420 Spitalbetten zusätzlich. Diese Endlosspirale muss stoppen. Wir holen Personal ins Land, um die Zugewanderten zu pflegen.

Qualität statt Masse
Was Bundesrat Jans auch verschweigt: Bereits hier arbeitende Ärzte, Pfleger und Fachkräfte können selbstverständlich hierbleiben. Im Gesundheitswesen arbeiten viele Grenzgänger. Da sie nicht zur ständigen Wohnbevölkerung zählen, können sie weiterhin problemlos in der Schweiz arbeiten.

Niemand will die Grenzen schliessen. Niemand will Ihre Gesundheit gefährden, wie dies Bundesrat Jans behauptet.

Und vergessen wir nicht: Wir haben heute fast 13’000 Arbeitslose im Gesundheits- und Sozialbereich. Trotzdem holen wir jedes Jahr über 100’000 Leute zusätzlich ins Land.

Es droht kein Personalnotstand und kein Versorgungsengpass an Schweizer Spitälern. Wir brauchen Zuwanderung im Gesundheitswesen. Und werden diese auch in Zukunft bekommen. Weil wir hohe Löhne bezahlen, und weil die Lebensqualität hoch ist.

Damit das auch so bleibt, lege ich am 14. Juni ein beherztes JA zur Nachhaltigkeits-Initiative «Keine 10 Millionen Schweiz!» ein.

Esther Friedli
Esther Friedli
Ständerätin Ebnat-Kappel (SG)
 
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