Editorial

Finger weg von unserem Teller: Nein zum staatlichen Ernährungsdiktat!

Eine Initiative, welche die Landwirtschaft massiv schwächt und dem Bürger vorschreibt, sich mehrheitlich vegan zu ernähren, muss wuchtig abgelehnt werden. Was die Ernährungsinitiative verlangt, ist gefährlich.

Nadja Umbricht-Pieren
Nadja Umbricht-Pieren
Nationalrätin Kaltacker (BE)

Auf Kosten von tierischen Lebensmitteln sollen mehr pflanzliche Lebensmittel produziert werden. Also kaum mehr Fleisch, Eier, Milch, Käse, Joghurt. Es ist wohl für alle klar, dass zu einer gesunden, ausgewogenen Ernährung auch tierische Lebensmittel gehören. Besonders Kinder brauchen für ihre Entwicklung auch tierische Produkte auf dem Teller. Es hätte gefährliche Auswirkungen auf unsere Gesundheit, wenn die Vegan-Zwang-Initiative («Ernährungsinitiative») angenommen würde.

In der Schweiz leben lediglich rund 0,7% Personen vegan, etwa 5,3% sind Vegetarier. Nun wollen die Initianten rund 95% der Bevölkerung staatlich umerziehen und vorschreiben, was bei Herrn und Frau Schweizer auf die Teller kommen soll.

Unser Tierschutz ist viel besser
Als Präsidentin des Fleischfachverbands Kanton Bern schätze ich, dass die Schweiz eines der strengsten Tierschutzgesetze weltweit hat. Vorschriften und Gesetze schreiben vor, wie Tieren gehalten werden. Wir haben klare Vorgaben zur Grösse der Ställe, zu Auslauf, Licht, Zugang zu Frischluft und zur Sozialisation.

Unsere Nachbarländer, aber auch Länder in Nord- und Südamerika, erreichen unsere Standards bei weitem nicht. Tiere werden nicht tiergerecht gehalten, die Transporte sind stressig, es wird viel zu viel Antibiotika verabreicht. Kontrollen auf Betrieben bleiben aus.

Von der Haltung, über den Transport, die Schlachtung, aber auch die Verarbeitung sind wir in der Schweiz mit unseren Vorschriften auf dem höchsten Standard. Die Initiative würde dafür sorgen, dass wir mehr ausländische Fleisch- und Milchprodukte mit tieferen Standards importieren würden. Wer will das?

Nein zum Vegan-Zwang
Unsere Bauern und Metzger sind Fachpersonen, das Tierwohl steht im Vordergrund. Unsere Bürgerinnen und Bürger können mit sehr gutem Gewissen tierische Produkte aus der Schweiz konsumieren.

Die Ernährungs-Initiative ist viel zu extrem. Wer sich für das Tierwohl, eine gesunde und ausgewogene Ernährung, für die Landwirtschaft und das Gewerbe einsetzt, der sagt entschieden NEIN zu dieser schädlichen Ernährungs-Initiative.

Nadja Umbricht-Pieren
Nadja Umbricht-Pieren
Nationalrätin Kaltacker (BE)
 
Wir verwenden Cookies, um Inhalte und Anzeigen zu personalisieren, Funktionen für soziale Medien anbieten und Zugriffe auf unsere Webseite analysieren zu können. Ausserdem geben wir Informationen zur Nutzung unserer Webseite an unsere Partner für soziale Medien, Werbung und Analysen weiter.Details ansehen Details ansehen
Ich bin einverstanden