Individualbesteuerung: Familien, Rentner, Alleinerziehende verlieren

Die sogenannte Individualbesteuerung ist ein direkter Angriff auf den Mittelstand, unsere Familien und die soziale Gerechtigkeit. Unter dem Deckmantel der Modernisierung wird eine unsoziale, teure und bürokratische Vorlage durchgedrückt, die vor allem eines schafft: neue Verlierer. Am 8. März haben wir die Chance, diesem Unsinn ein Ende zu setzen.

Sandra Sollberger
Sandra Sollberger
Nationalrätin Liestal (BL)

Man verspricht uns das Ende der «Heiratsstrafe», doch was wir bekommen, ist eine neue, viel schlimmere Familienstrafe. Besonders traditionelle Familien, in denen ein Elternteil die Kinder betreut und der andere das Haupteinkommen sichert, werden massiv zur Kasse gebeten.

Eine Familie mit einem Einkommen muss plötzlich bis zu zehnmal mehr Steuern zahlen als ein Doppelverdiener-Paar mit genau demselben Haushaltseinkommen. Das ist nicht nur ungerecht, das ist eine Bestrafung für ein bewährtes Lebensmodell, das unsere Gesellschaft zusammenhält. Der Staat will uns vorschreiben, wie wir zu leben haben.

Rentner werden bestraft, Reiche profitieren
Auch Rentnerinnen und Rentner gehören zu den grossen Verlierern. Ehepaare, die von einer einzigen Pensionskassenrente leben, werden mit höheren Steuern bestraft. Gleichzeitig können reiche Doppelrentner-Paare mit ein paar Steueroptimierungen Tausende von Franken sparen. Die Individualbesteuerung ist eine Umverteilung von unten nach oben. Die Kleinen zahlen, die Reichen profitieren. Das ist nicht nur unsozial, das ist ein Schlag ins Gesicht für alle, die ihr Leben lang hart gearbeitet haben.

Ausgerechnet Alleinerziehende!
Am zynischsten ist die Vorlage aber gegenüber den Alleinerziehenden. Ausgerechnet jene, die es im Alltag oft am schwersten haben, werden vom Staat noch zusätzlich bestraft. Praktisch alle Alleinerziehenden mit einem Kind müssen neu mehr Steuern zahlen. Das ist Geld, das am Ende des Monats im Portemonnaie fehlt. Ist das die «moderne» und «soziale» Politik, die uns versprochen wird? Nein, das ist eine unsoziale Katastrophe.

Ein Bürokratiemonster für alle
Als wäre die finanzielle Mehrbelastung nicht schon genug, schafft die Individualbesteuerung auch ein gigantisches Bürokratiemonster. Jedes Ehepaar muss neu zwei Steuererklärungen ausfüllen. Das Vermögen muss kompliziert aufgeteilt werden wie bei einer Scheidung. Die Kantone müssten 1600 neue Steuerbeamte einstellen, um die Flut von 1,7 Millionen zusätzlichen Steuererklärungen zu bewältigen. Das alles kostet Milliarden – bezahlt von uns, den Steuerzahlern. Dieser bürokratische Leerlauf bringt niemandem etwas, ausser den Staatsapparatschiks.

Darum am 8. März ein klares NEIN!
Die Fakten sind klar: Die Individualbesteuerung ist kompliziert, teuer und zutiefst ungerecht. Sie bestraft Familien, Rentner und Alleinerziehende und nützt nur den Reichen. Lassen wir das nicht zu! Schützen wir unseren Mittelstand und unsere Familien. Stimmen Sie darum am 8. März überzeugt NEIN zu dieser verfehlten Vorlage. Jede Stimme zählt!

Sandra Sollberger
Sandra Sollberger
Nationalrätin Liestal (BL)
 
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