Die «Initiative für eine sichere Ernährung» oder kurz Vegan-Initiative – will den Selbstversorgungsgrad mit pflanzlicher Ernährung auf 70% steigern. Ein unrealistisches Ziel – ausser wir ernähren uns wieder wie in Kriegszeiten. Die Initiative führt direkt in einen Anbauzwang und zurück zu staatlichen Abnahmegarantien, sowie zu mehr Importabhängigkeit.

Kaum ein Land auf der Welt hat so sauberes Trinkwasser und so strenge Schutzbestimmungen wie die Schweiz. Trotzdem will die extreme Vegan-Initiative die «negativen Auswirkungen der Landwirtschaft» noch mehr reduzieren. Dass dies zu massiven Zielkonflikten führt, blenden die Initianten ebenso aus wie den Markt und die Konsumentenbedürfnisse. Diese Initiative würde die Ernährungssicherheit nicht stärken, sondern schwächen und die Wahlfreiheit der Konsumenten massiv einschränken.
Fünf stichhaltige Argumente für ein NEIN:
Zielkonflikte
Der Zielkonflikt zwischen einer intakten Natur, einheimischer Produktion und der Wahlfreiheit würde mit der Vegan-Initiative nicht gelöst, sondern verschärft durch mehr Importe und entsprechend steigender Umweltbelastung.
Wahlfreiheit
Die Konsumenten und Konsumentinnen in der Schweiz haben heute Wahlfreiheit und können Fleisch essen oder sich vegetarisch oder vegan ernähren. Wer sich nachhaltig ernähren will, kann das bereits jetzt tun und Bio-Suisse-Produkte kaufen. Es sind keine weiteren staatlichen Vorgaben nötig.
Noch mehr Einkaufstourismus
Die freie Verfügbarkeit von tierischen Lebensmitteln wie Milchprodukte, Fleisch oder Eier dürfte es mit dieser Initiative in den Schweizer Läden nicht mehr geben. Wer keine Lust hat, sich beim Essen bevormunden zu lassen, deckt sich im umliegenden Ausland ein.
Grasland Schweiz
Schweizer Käse und Schweizer Fleisch sind Exportschlager. Solange die Menschen das Gras lieber rauchen als essen, sind wir in der Schweiz auf eine nachhaltige Tierproduktion in allen Regionen angewiesen.
Zwängerei
Die Initiantin Franziska Herren und der mit ihr verbundene Verein reichte 2018 mit der Trinkwasserinitiative bereits ein ähnliches Begehren ein. Das Stimmvolk hat dieses 2021 mit über 60% NEIN abgelehnt.
Fazit: Weder die Schweizer Land- und Ernährungswirtschaft, noch die Schweizer Bevölkerung brauchen weitere radikale Experimente. Das Dilemma der Vegan-Initiative ist offensichtlich: sie verkennt die reale Ernährungssicherheit. Deshalb braucht es am 27. September ein entschiedenes Nein zur Ernährungs-Initiative!