Diesen Donnerstag kommt es im Ständerat zum EU-Showdown. Hinter den Kulissen des Bundeshauses tobt ein heftiger Streit über eine zentrale Frage: Braucht es beim EU-Unterwerfungsvertrag neben dem Volksmehr auch das Ständemehr? Für die SVP-Bundeshausfraktion ist klar: Die miserabel ausgehandelten EU-Verträge verändern die Schweiz grundlegend. Das Ständemehr ist daher zwingend.

Die EU-Verträge sind ein Frontalangriff auf die Rechte der Bürger. Die Schweiz müsste künftig EU-Recht automatisch übernehmen und sich dem EU-Gerichtshof unterstellen. Damit würde unsere direkte Demokratie ausgehebelt und dem Schweizer Stimmbürger in wesentlichen Bereichen das Stimmrecht entzogen werden. Diese fundamentale Umwälzung unseres Staatssystems muss zwingend dem doppelten Mehr von Volk und Kantonen unterstellt werden.
Die SVP-Fraktion unterstützt deshalb den Vorstoss der staatspolitischen Kommission des Ständerates (26.425). Ihre Kommissionsinitiative sieht für den EU-Unterwerfungsvertrag eine Verfassungsänderung vor, welche zwingend von Volk und Ständen beurteilt werden muss. Am 22. Mai 2026 unterstützte die staatspolitische Kommission des Nationalrats mit 15 zu 10 Stimmen den Vorstoss (Medienmitteilung).
Nun kommt die Vorlage am Donnerstag in den Ständerat.
Fünf Gründe, warum es das Ständemehr braucht:
Ja zur Teilrevision des Luftfahrtgesetzes
Die SVP unterstützt die Teilrevision des Luftfahrtgesetzes (25.086). Die Revision ist ausgewogen und trägt den Interessen eines sicheren und leistungsfähigen Luftfahrtstandorts Schweiz Rechnung. Die Vorlage stärkt die Sicherheit im Luftverkehr und schafft praxisnahe, zeitgemässe Rahmenbedingungen für die Luftfahrt. Bürokratische Hürden werden abgebaut und die Rechtssicherheit verbessert.
Keine blinde Übernahme der Zero-Strategie der WHO
Die SVP-Bundeshaus-Fraktion unterstützt die Motion «Marschhalt bei neuen Empfehlungen zum mässigen Alkoholkonsum» (25.4153). Die SVP setzt sich für eine sachliche, evidenzbasierte Gesundheitspolitik ein und lehnt vorschnelle oder ideologisch geprägte Anpassungen von Empfehlungen ab.