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Vernehmlassung

Totalrevision der Verordnung über die eidgenössische Berufsmaturität

Der vorliegende Revisionsvorschlag gefährdet die Qualität der Fachhochschulen, missachtet die Bedürfnisse der Wirtschaft und übernimmt die Schwächen ausländischer Bildungssysteme. Die SVP weist…

Antwort der Schweizerischen Volkspartei (SVP)

Der vorliegende Revisionsvorschlag gefährdet die Qualität der Fachhochschulen, missachtet die Bedürfnisse der Wirtschaft und übernimmt die Schwächen ausländischer Bildungssysteme. Die SVP weist deshalb die Revision zur Überarbeitung zurück.

Eine sinnvolle Revision der Berufsmaturitätsverordnung sollte eine Qualitätsstärkung der Ausbildung bewirken. Für die Berufsmatura bedeutet das, dass Anforderungen zu stellen sind, welche die Reife für berufsorientierte Fachhochschulstudien garantieren, so dass deren Studiengänge auf einem gut fundierten und praxisnahen Fachwissen in Grundlagenfächern aufbauen können. Nur so können sie – und vor allem ihre Absolventen! – in einem zunehmend kompetitiven und internationalen Markt bestehen.

Die vorliegende Revision der Berufsmaturitätsverordnung verfolgt ein gegenteiliges Ziel. Mit dem Aufweichen klarer Anforderungskriterien – freie Fächerwahl, Angleichung an die gymnasiale Matura, Ausbau der Interdisziplinarität – werden die Lernziele verwischt und die Leistungsbewertung erschwert; zudem ist ein einheitlicher Wissenstand bei Beginn des Fachhochschulstudiums nicht mehr gewährleistet, was die Stoffvermittlung erschwert.

Mit der Abkehr von einer vertieften, profunden Berufsbildung würden wir die Schwächen des angelsächsischen Bildungssystems übernehmen. Eine Angleichung der Berufsmatura an die gymnasiale Matura kann und darf kein Ziel sein. Vielmehr soll sie gleichwertig aber andersartig sein; die spezifische Berufskompetenz ist das Qualitätsmerkmal der Fachhochschule – die Vorlage setzt jedoch gerade diese aufs Spiel! Leistet die Berufsmatura nicht mehr eine solide Vorbereitung auf das berufsorientierte Studium, sähen sich die Fachhochschulen gezwungen, Aufnahmenprüfungen einzuführen. Damit aber wären dann der Sinn und der Zweck der Maturität, nämlich der prüfungsfreie Übertritt an eine Hochschule, aufgegeben.

Die SVP lehnt die durch die Verordnung angestrebten Änderungen bezüglich Zielsetzung und Flexibilisierung ab. Die Qualität und das hohe Niveau der Berufsbildung müssen beibehalten werden. Ein Nachlassen in den Bildungsanstrengungen hätte für den ganzen Werkplatz Schweiz gravierende negative Auswirkungen.

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