Die SVP sagt Nein zu hundert Prozent hartem Eigenkapital für Beteiligungen an ausländischen Tochtergesellschaften systemrelevanter Banken. Diese Massnahme ist nicht verhältnismässig und sie schwächt den Finanzplatz Schweiz im globalen Wettbewerb. Die SVP steht für einen starken, international konkurrenzfähigen Finanzplatz ohne neue Bankenrettungen auf Kosten der Steuerzahler. Aus Sicht der SVP lässt sich die volkswirtschaftlich gebotene Stärkung der Resilienz von global systemrelevanten Banken mit dem nachfolgend beschriebenen «Kompromissvorschlag zur Eigenmittelregulierung» besser und verhältnismässiger erreichen. Die SVP unterstützt deshalb diesen Kompromissvorschlag.

Gleichzeitig fordert die SVP vom Bundesrat zu überprüfen, ob und wie die Abspaltung des US-Geschäfts von den übrigen Geschäften und/oder Geschäftseinheiten der global systemrelevanten Bank in der Schweiz bewerkstelligt werden kann.
Die Schweiz ist ein internationaler Finanzplatz. Die Schweizer Volkswirtschaft profitiert als offene Volkswirtschaft von der internationalen Vernetzung der Banken- und anderen Finanzdienstleister. Wegen dieser Vernetzung aber auch wegen der guten Rahmenbedingungen hat die Schweiz systemrelevante Banken und eine global systemrelevante Bank. Diese Ausgangslage ist generell vorteilhaft für das Land. Die Risiken, die von der global systemrelevanten Bank ausgehen, können aber nicht übersehen werden.
Entsprechend gilt es für die Bankengesetzgebung, zwei Ziele zu erfüllen. Erstens müssen die Risiken, die von der global systemrelevanten Bank ausgehen so reguliert werden, dass sie im Notfall Konkurs gehen und ordentlich abgewickelt werden kann. Zweitens müssen die Regulierungen die internationale Wettbewerbsfähigkeit des Bankenplatzes Schweiz sowie der global systemrelevanten Bank wahren.
Der sogenannte «Kompromissvorschlag zur Eigenmittelregulierung», welcher am 10. Dezember 2025 von bürgerlichen Parlamentariern lanciert wurde, verbindet diese zwei regulatorischen Ziele. Der Kompromissvorschlag stellt sicher, dass
Der «Kompromissvorschlag zur Eigenmittelregulierung» besteht aus folgenden Elementen, welche die SVP integral unterstützt:
Der letzte Punkt zeigt deutlich auf, dass die auf Verordnungsstufe geregelten Bewertungsfragen und Definitionen mit den auf Gesetzesstufe geregelten Abzügen ausländischer Töchter und der TBTF-Vorkehrungen zwingend ein integrales Ganzes bilden und nicht isoliert beurteilt werden können.
Zusätzlicher Prüfauftrag
Die SVP fordert darüber hinaus vom Bundesrat die Überprüfung eines Szenarios, in dem die global systemrelevante Bank sich von ihrem US-Geschäft oder dortigen Geschäftseinheiten trennen muss. Dabei umfasst dieser Prüfauftrag sowohl die Möglichkeit der Trennung an sich als auch deren gesetzliche Umsetzung.
Historisch sind die wesentlichen Risiken von in der Schweiz domizilierten global systemrelevanten Banken aus ihrem US-Geschäft gekommen. Einerseits hat der US-Markt eine Grösse, die Schweizer Finanzinstitute nicht-abwicklungsfähig machen kann. Andererseits ist das Risikoprofil des Bankings in den USA kaum mit dem in der Schweiz oder auch in anderen Märkten vergleichbar. Diese Faktoren rechtfertigen die Überprüfung besonderer Massnahmen.
Die eventuelle Trennung von Geschäftsfeldern und Geschäftseinheiten ist nicht trivial. Deshalb soll die Prüfung des Anliegens auch die gesetzliche Umsetzung dieser Trennung umfassen.