Die Individualbesteuerung wird als moderner Schritt zu mehr Gerechtigkeit verkauft. In Wahrheit ist sie das Gegenteil: kompliziert, teuer und ungerecht. Sie schwächt Familien, entwertet unbezahlte Betreuungsarbeit und belastet den Mittelstand. Profiteure sind gutverdienende Doppelverdiener. Das dürfen wir nicht zulassen.

2026 stehen wichtige Volksabstimmungen an – etwa zur «Keine-10-Millionen-Schweiz» oder zur Neutralitätsinitiative. Doch bereits am 8. März beginnt die politische Weichenstellung mit der Abstimmung über die Individualbesteuerung für verheiratete Ehepaare. Die SVP lehnt diese Initiative entschieden ab. Sie ist kompliziert, ungerecht und teuer.
Ja, die sogenannte «Heiratsstrafe» gehört abgeschafft. Doch jene Parteien, die heute die Individualbesteuerung unterstützen, lehnten 2016 die Initiative der Mitte «Für Ehe und Familie – gegen die Heiratsstrafe» ab. Auch nach der Annahme der «Ehe für alle» im Jahr 2021 war die Heiratsstrafe für sie kein Thema. Heute dient sie als Vorwand für einen Systemwechsel, der die Ehe steuerlich entwertet.
Mit der Individualbesteuerung wird die Ehe als Lebens- und Wirtschaftsgemeinschaft aufgegeben. Ehepaare werden wie geschiedene Personen behandelt. Jeder Ehepartner muss aufwändig eine eigene Steuererklärung einreichen, Vermögen, Hypothek, Abzüge, Kinderzulagen oder Ergänzungsleistungen werden künstlich aufgeteilt. Darum: NEIN zu dieser steuerliche Scheidung.
Besonders betroffen sind Familien mit einem Einkommen, Paare mit Kindern, Rentnerehepaare sowie Familien mit Betreuungs- und Pflegeaufgaben. Diese Lebensmodelle werden stärker belastet, während kinderlose Doppelverdiener profitieren. Das ist keine Gerechtigkeit, sondern eine neue Steuerstrafe. Darum: NEIN zum Frontalangriff auf Mittelstand und Familien!
Zudem explodiert der bürokratische Aufwand für die Kantone und Gemeinden: 1,7 Millionen zusätzliche Steuererklärungen, teure IT-Umstellungen und tausende neue Steuerbeamte – bezahlt von den Steuerzahlern. Darum: NEIN zu diesem milliardenteuren Bürokratiemonster.
Kein Wunder, lehnen 21 von 26 Kantonen die Individualbesteuerung ab. Die Kantone St. Gallen, Obwalden, Wallis, Appenzell Innerrhoden, Schwyz, Aargau, Uri, Nidwalden, Thurgau und Appenzell Ausserrhoden haben gegen die Individualbesteuerung sogar das Kantonsreferendum ergriffen, zum zweiten Mal seit 1874 in der Schweizer Referendums-Geschichte. Darum: NEIN zum Angriff auf unseren Föderalismus.
Die Individualbesteuerung ist nicht nur kompliziert, ungerecht und teuer, sie ist unsozial und familienfeindlich. Sie belastet den Mittelstand und nimmt Familien und Frauen die Wahlfreiheit. Darum braucht es unser Engagement.
Sagen wir am 8. März klar und deutlich: NEIN zur Individualbesteuerung.