Schweizerische Neutralität – eine verlässliche Staatsmaxime
Die schweizerische Neutralität hat die Schweiz während über 200 Jahren vor Krieg bewahrt. Doch neuerdings wird sie in Bundesbern oft missachtet, so dass das Vertrauen in die schweizerische Neutralität verloren geht. Damit das nicht passiert, soll sie in der Verfassung festgehalten werden. Das schützt die Schweiz vor Kriegen und schafft in der Welt Vertrauen.

Die schweizerische Neutralität ist ein in unserer Bevölkerung hoch geschätzter Wert. Sie ist ein Identifikationsmerkmal unseres Landes und schützt dieses. Es ist keine «von Fall zu Fall»-Neutralität, denn sie gilt dauernd, ist bewaffnet und integral: Das heisst, sie ist nicht nur neutral gegenüber bewaffneten Kriegen, sondern auch gegenüber Kriegen, die mit nicht-militärischen Zwangsmassnahmen geführt werden.
Dank dieser schweizerischen Neutralität hat unser Land die letzten 200 Jahre in Frieden überstanden – obwohl fürchterliche Kriege rund um die Schweizergrenze wüteten und das Land hochgefährdet war. Die Schweizer Bevölkerung steht überwiegend hinter dieser Neutralität, aber in Regierungs- und Armeekreisen will man sie abschaffen oder beseitigen, damit man zum Nachteil des Landes in der kriegerischen Weltpolitik mitmachen kann.
Neutralität nützt – Neutralität schützt
Für den Schutz eines kleinen Landes wie der Schweiz ist die «schweizerische Neutralität» von allergrösster Wichtigkeit. Sie verschont unser Land vor kriegerischen Ereignissen, bietet der Schweiz eine unverdächtige, unparteiische Rolle im Verkehr mit anderen Staaten und sie hat eine Bedeutung für die geschäftliche Tätigkeit, weil der Geschäftspartner nie Angst haben muss, dass die Schweiz plötzlich in eine für den Kunden gefährliche Staatsverbindung gerät.
Die Neutralität bietet in der internationalen diplomatischen Auseinandersetzung ein Hort für gute Dienste, um verschiedene Konfliktparteien an einen Tisch zu bringen. Eine Verankerung dieses Neutralitätsprinzips in der
Verfassung würde das Vertrauen weltweit stärken.
