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Editorial

Die Heldenstories der Hosenscheisser

Die Schweizer Armee geniesst in der Bevölkerung – auch bei den Jungen – eine grosse Unterstützung. Das ist verständlich angesichts der zahlreichen Unruheherde und Kriege auf der ganzen Welt, die das für die rotgrünen Träumer Undenkbare realistischerweise eben doch denkbar machen. Nämlich, dass unsere Armee früher oder später zum Schutz der Menschen in der Schweiz zum Einsatz kommen könnte. Und trotzdem nimmt die traurige Minderheit von Schutzverweigerern und Weicheiern stetig zu, die sich einen Spass daraus machen, mit Lügengeschichten dem Militärdienst zu entgehen und dann auch noch damit protzen.

Nicht weniger als 20 Kriege und 222 gewaltsame Konflikte wurden 2017 weltweit gezählt. Im Durchschnitt fliehen täglich fast 30’000 Menschen, um diesen Konflikten oder der Verfolgung zu entgehen. Ende 2016 waren etwa 65 Millionen Menschen auf der Flucht. Die Zahl der Toten, die diese Kriege und Konflikte jährlich fordern, liegt im sechsstelligen Bereich.

Die Schweiz braucht eine starke Armee
Uns in der Schweiz geht es gut. Wir werden von diesen Unruhen kaum tangiert. Noch. Wer aber meint, die Schweiz werde für alle Ewigkeit eine solche Friedensinsel bleiben, der täuscht sich im schlimmsten Fall, mit verheerenden Folgen für die Menschen in der Schweiz. Wir wissen zwar nicht, wie der nächste grosse Konflikt aussieht, in den die Schweiz hineingezogen werden kann. Wir wissen nicht, ob unsere Feinde dann Terroristen, einzelne Staaten oder Kriegsallianzen sein werden. Wir wissen nicht, ob wir Gewehre, Panzer, Flugzeuge, Cyberspezialisten oder alles zusammen benötigen werden. Wir wissen aber, dass wir eine schlagkräftige, einsatzbereite Armee brauchen, um die Menschen in der Schweiz vor Bedrohungen und Angriffen zu schützen. Dieser Schutz kann nicht erst aufgebaut werden, wenn die Bedrohung schon da ist. Dann ist es nämlich zu spät. Daher ist unsere Armee auch nicht einfach ein teures Spielzeug für Waffennarren und weltfremde Divisionäre, die gerne Sandkastenübungen durchführen. Sondern sie ist ein unabdingbarer Garant für die Sicherheit und die Lebensgrundlagen des Landes.

Linke Schutzverweigerer
Einer überwiegenden Mehrheit der Schweizer Bevölkerung ist die Notwendigkeit der Schweizer Armee bewusst, wie jüngst eine Umfrage der ETH Zürich ergeben hat. Es gibt aber immer mehr Träumer, die am leider realitätsfremden Traum des ewigen Weltfriedens festhalten oder die aus reiner Bequemlichkeit nicht mithelfen wollen, im Notfall die Menschen in der Schweiz schützen zu helfen. Einige von ihnen scheinen in den Schreibstuben der Zeitungsredaktionen zu sitzen. So riefen 20min und das mit diesem Medium verbandelte tilllate in den letzten Tagen ihre Leser dazu auf, zu erzählen mit welchen Ausreden man sich vor dem Militärdienst gedrückt habe.

Die Schutzverweigerer-Journalisten sind der Ansicht, die Jugend könne man mit Nützlicherem verbringen als mit dem Militärdienst – die Durchführung von doofen Umfragen und das Verfassen von Stories mit Titeln wie «Worüber denkst du beim Kacken nach?», scheint für sie unter dieses «Nützlichere» zu fallen. Sie sind auch stolz darauf, mit welchen «kreativen Ausreden» sie sich selber vor ihrer verfassungsmässigen Pflicht und gesellschaftlichen Verantwortung gedrückt haben. Vor lauter Selbstbeweihräucherung und Freude darüber, vermeintlich dem Staat ein Schnippchen geschlagen zu haben, merken diese Pseudopazifisten nicht, dass sie sich in Wirklichkeit ins eigene Bein schiessen und ihren Beitrag zum Schutz der Menschen in der Schweiz verweigern. Sie wollen also im schlimmsten Fall ihre Familien, ihr Freunde und ihr Land nicht verteidigen helfen. Würde sich jeder junge Mann vor seiner Pflicht drücken, könnte die Armee ihren Auftrag zur Kriegsverhinderung, zur Erhaltung des Friedens und zur Landes- und Bevölkerungsverteidigung (Art. 58 Bundesverfassung) nicht mehr wahrnehmen. Das geht solange gut, bis der Ernstfall eintritt. Dann darf man damit rechnen, dass diese Hosenscheisser und Schutzverweigerer die ersten sein werden, die nach dem Schutz durch die Armee schreien. Zum Glück sieht das eine Mehrheit der Leser genau so und liest in den Kommentaren den Schutzverweigerer-Journalisten gehörig die Leviten.

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SVP Nationalrat (BE)
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