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Tierschutzverordnung: Für die Füchse! Oder für die Katz?

Die Tierhalter kommen generell immer stärker ins Visier von Beamten der Bundesverwaltung. Der Staat traut dem Verantwortungsbewusstsein von Bauern und Tierfreunden nicht mehr. Auch das ist eine…

(SVP) Die Tierhalter kommen generell immer stärker ins Visier von Beamten der Bundesverwaltung. Der Staat traut dem Verantwortungsbewusstsein von Bauern und Tierfreunden nicht mehr. Auch das ist eine Form der Entmündigung von uns Bürgern.

Mit der neuen Tierschutzverordnung wird übereifrig am engmaschigen Netz des gängelnden Verbotsstaates geknüpft: Unter dem Deckmantel des Tierwohles werden die Freiheit von Tierhaltern massiv beschnitten und die Produktionskosten der Landwirte einmal mehr stark erhöht.

Alle möglichen und unmöglichen Details sollen normiert werden: Der Dunkelgrad in Hausgeflügelställen, die Anzahl Kotschalen sowie die Kletter- und Kratzgelegenheiten für Katzen, das Sozialleben von Hamstern usw. Und Hundekurse sollen auch von ausgebildeten Bauern besucht werden müssen, welche jeden Tag mit Tieren zu tun haben.

Was für Hobby-Tierhalter bereits eine ärgerliche Bevormundung ist, wirkt sich auf Landwirte massiv kostensteigernd und damit für gewisse Betriebe existenzbedrohend aus: Die Tierhaltung wird kompliziert und verschärfte bauliche Anforderungen erfordern höhere Investitionen, wie beispielsweise der verlangte Vollspaltenboden für Rinderhaltung. Auch Übergangsfristen senken die übertriebenen Investitionserfordernisse nicht. Geradezu absurd sind die vergrösserten Mindestflächen für Schweine. Diese wurden in den letzten 12 Jahren um 60% gesteigert!

Unschwer sind die Vorschriften als weltfremde Kreationen aus Beamtenstuben zu erkennen – die teilweise gar nachteilige Auswirkungen für die Tiere mit sich bringen: So wird etwa verlangt, Vieh auf Alpweiden bei Schneefall zu evakuieren, obschon jeder Bergbauer weiss, dass er damit die Tiere in eine gefährliche Stresssituation bringt.

Die Landwirtschaftsvertreter der SVP haben sich intensiv mit dieser Tierschutzverordnung auseinandergesetzt und weisen die Tierschutzverordnung als bürokratisch und untauglich zurück. Sie vergällt mit unsinniger Reglementierung die Freude an Tieren und damit an unserer Umwelt und der Natur. Und den Bauern auferlegt sie Einschränkungen, die neue Wettbewerbsnachteile bringen – erlassen just vom Departement Leuthard, welches gleichzeitig von den Bauern verlangt, sich in einem harten, hoch kompetitiven internationalen Konkurrenzumfeld zu behaupten. Das ist nichts weniger als blanker Zynismus. Die Landwirtschaftsvertreter prüfen nun Massnahmen, um der übertriebenen Bürokratie im Volkswirtschaftsdepartement Einhalt zu gebieten.

Bern, 9. Juli 2008

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