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Referat
Medienkonferenz vom 11. September 2003

Gewalt: Vorbeugung und Erziehung

Es ist die einzige Alternative. Bereits seit langer Zeit ist es erwiesen, dass die Abstinenz der einzige gangbare Weg aus dem Teufelskreis der Abhängigkeit ist. Dieser Weg ist vielfach aufgezeigt…

Gilberte Demont, Koordinatorin SVP CH Westschweiz, St-Prex (VD)

Eine abstinenzorientierte Präventionspolitik

Es ist die einzige Alternative. Bereits seit langer Zeit ist es erwiesen, dass die Abstinenz der einzige gangbare Weg aus dem Teufelskreis der Abhängigkeit ist. Dieser Weg ist vielfach aufgezeigt worden und es ist auch bewiesen, dass ein Alkoholiker die Abhängigkeit nur mit der Abstinenz besiegen kann.

Das Gleiche gilt für die leichten und harten Drogen, die verheerende Auswirkungen auf die Jugendlichen unserer Zeit haben. Ein Drogenabhängiger mit „Stoffmangel“ schreckt auch vor Gewalt nicht zurück, um sich sein Rauschgift zu verschaffen. Den Begriff Respekt kennt er in einer solchen Situation nicht mehr.

Um den Drogenkonsum so stark wie möglich einzuschränken, muss das Übel bereits an der Wurzel bekämpft werden. Eine Vorbeugepolitik, ausgerichtet auf die Abstinenz, kann parallel dazu beitragen, die Zahl der Drogenkonsumenten zu verringern. Es kommt deshalb für die SVP nicht in Frage, die Liberalisierung der leichten Drogen zu unterstützen. Eine Vorbeugepolitik beinhaltet auch Informationskampagnen, mit welchen alle Bevölkerungsschichten angesprochen werden. An erster Stelle steht die Schule. Es ist unabdingbar, den Schulkindern die zerstörerischen Auswirkungen des Drogenkonsums vor Augen zu führen. Unbedingt notwendig ist es ferner, auf die Auswirkungen der Drogenabhängigkeit auf die Sicherheit, auf die finanzielle Situation und auf das Gesellschaftsleben aufmerksam zu machen. Die Vorbeugepolitik muss während des gesamten Ausbildungswegs aufrecht erhalten werden, sei dieser nun auf eine Berufslehre oder auf die Hochschule ausgerichtet. Es ist erwiesen, dass ein Heranwachsender leichter beeinflussbar ist als ein Erwachsener. Daher gilt es, während dieser heiklen Periode mit angepassten Informationskampagnen „am Ball zu bleiben“. Um an eine breite Öffentlichkeit zu erreichen gibt es nur den Weg über die Medien, das heisst, Fernsehen, Radio, Kino, Zeitungen usw.

Wie sollen Kinder mit einer fremden Muttersprache in die Schulklassen unseres Landes integriert werden?

Wenn sich in einer Schulklasse von 20 Kindern drei Kinder mit einer fremden Muttersprache befinden, ist es die Aufgabe des/der LehrerIn, die notwendige Zeit aufzuwenden, um diese drei Kinder rasch auf das sprachliche Niveau ihrer Klassenkameraden zu bringen. Angesichts des gestopften Lehrprogramms ist es aber fraglich, dass den LehrerInnen dazu genügend Zeit bleibt. Wesentlich dramatischer sieht es in Regionen mit einer hohen Ausländer Dichte aus. Im waadtländischen Renens beispielsweise sind in einer Klasse mit 20 Kindern gerade einmal drei Schweizer Kinder. Die grosse Mehrheit spricht also eine fremde Sprache. Wenn in einer solchen Situation keine Ad-hoc-Massnahmen ergriffen werden, sinkt das Ausbildungsniveau. Um die daraus entstehenden, negativen Auswirkungen auf die Wirtschaft und die Kultur unseres Landes zu vermeiden, müssen Massnahmen ergriffen werden, um die vorwiegend sprachlichen Probleme zu lösen. In unseren Augen wäre es die beste Lösung, Parallelklassen mit Schulkindern fremder Muttersprachen zu führen. Diese Kinder sollten in diesen Parallelklassen bleiben, bis sie das sprachliche Niveau ihrer Schulkameraden der jeweiligen Region erreicht haben. Ein guter Sprachunterricht ist eine wichtige Voraussetzung für die spätere berufliche Integration. Zudem ist es nicht normal und ungerecht, das intellektuelle Niveau eines Schulkindes stagnieren oder gar absinken zu lassen. Es hat das Recht – und das Privileg – von Anfang an die bestmögliche Ausbildung zu erhalten.

Die Eltern kümmern sich um die Erziehung und die Schule um die Ausbildung

„Erziehen“ heisst, den Geist des Kindes formen, seine intellektuellen und physischen Fähigkeiten entwickeln, einen Sinn für Moral weiter geben – einem Kind die Umgangsformen innerhalb der Gesellschaft und gute Manieren beibringen -, das Kind auf die künftige Unabhängigkeit und die Übernahme von Verantwortung vorbereiten, damit es lernt, sich in der Gesellschaft der Erwachsenen so gut wie möglich zurecht zu finden.

Wir leben heute in einer Gesellschaft, die eine Unmenge von Zerstreuungen bereithält, die es den Eltern ermöglichen, „etwas kürzer zu treten“. Die Kinder vergnügen sich mit Video- oder Computerspielen und anderen Geräten mehr. Allzu oft nehmen sich die Eltern zuwenig Zeit, um die Art dieser Spiele zu kontrollieren und darauf zu achten, wie viel Zeit ihre Sprösslinge damit verbringen. Es ist nicht bewiesen, dass 20 Minuten eines Spieles, dessen Ziel das Töten ist, zur Tat schreiten lässt. Sicher ist aber, dass diese 20 Minuten die Aggressivität des Kindes erhöhen. Zwei Stunden täglich erhöhen – je nach Art des Spieles – zweifellos das Risiko, nicht mehr zwischen der virtuellen und der wirklichen Welt unterscheiden zu können. Es ist deshalb von ausschlaggebender Bedeutung, dass die Eltern vor einer solchen Entwicklung nicht kapitulieren. Einem Kind Verantwortungsbewusstsein, die Beachtung der allgemeinen Lebensregeln und den Respekt vor Dritten beizubringen, gehört zu den wichtigsten Erziehungsgrundlagen. Doch all das reicht nicht aus: Das Kind muss sich unterstützt, ermutigt und begleitet fühlen. Einem Kind während der Erziehung bestimmte Grenzen zu setzen, erhöht bei ihm das Gefühl der Sicherheit. Das persönliche Engagement der Eltern muss allgegenwärtig und fortwährend sein.

„Unterrichten“ bedeutet, die Kenntnis oder die Praxis einer Wissenschaft, einer Kunst usw. zu vermitteln. Die Rolle der Lehrerinnen und Lehrer bleibt jene des Unterrichtenden. Zu ihren Aufgaben gehört es ebenfalls, der Ordnung und den von der Öffentlichkeit geschaffenen Regeln Respekt zu verschaffen. In der heutigen Zeit sehen sich die Lehrer und Lehrerinnen allzu oft dazu gezwungen, Erziehungsaufgaben zu übernehmen, die eigentlich von den Eltern wahrgenommen werden sollten. Das ist der Anfang der Flucht aus der Verantwortung.

Die Verantwortung der Eltern für das Verhalten ihres (ihrer) Kindes (Kinder)

Die Eltern sind für ihre Kinder verantwortlich, und dies bis zu deren Mündigkeit. Wenn ein Fehlverhalten eines Kindes eine Strafe verdient, sollten sich die Eltern dieser nicht widersetzen. Es ist oft bewiesen worden, dass eine Strafe von einem wiederholten Fehlverhalten abschreckt. Die Schweizer Bürger müssen ihre elterliche Verantwortung wahrnehmen und allenfalls für die finanziellen Folgen von Straftaten ihrer Kinder gerade stehen. Das Gleiche gilt für die Niedergelassenen fremder Nationalitäten und die Asylbewerber. Für Asylbewerber gilt es auch, mit der Einhaltung der Regeln unseres Landes den guten Willen für eine Integration unter Beweis zu stellen. Wenn deren Kinder in unserem Land Straftaten verüben, kann der Familie nach Ansicht der SVP nur die Rückschaffung in ihr Heimatland als Alternative angeboten werden.

Um den Eltern zu ermöglichen, ihre Rolle so gut wie möglich wahr zu nehmen, widersetzt sich die SVP jeglicher Steuererhöhung zu Lasten der Familie und unternimmt oder unterstützt alle Bemühungen, die eine steuerliche Entlastung der Familie bringen. Es bleibt aber unerlässlich, dass sich jeder Einzelne seiner Verantwortung bewusst ist, die er gegenüber der Gesellschaft trägt.

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