Wir Tessiner kennen die Folgen einer unkontrollierten Zuwanderung und des Asylchaos seit langem. Für uns ist das keine Theorie. Keine akademische Debatte. Es ist gelebte Realität.

Was heute viele Kantone erst zu spüren beginnen, erleben wir im Tessin seit Jahren. Wir haben gesehen, was passiert, wenn der Zuwanderungsdruck die Aufnahmefähigkeit einer Region übersteigt. Wir haben gesehen, was geschieht, wenn die Personenfreizügigkeit aufhört, ein Gewinn zu sein und zu einem Verlustgeschäft für die Bevölkerung wird. Wir haben gesehen, was es bedeutet, in einer Region zu leben, in der die Zunahme von Grenzgängern und importierter Arbeitskraft nicht Stabilität bringt, sondern Unsicherheit. Nachfolgend die wichtigsten negativen Folgen der masslosen Zuwanderung.
Die erste Folge: Lohndumping
Im Tessin hat die massive Zunahme des Wettbewerbs auf dem Arbeitsmarkt dazu geführt, dass die Löhne dauerhaft nach unten gedrückt werden. Das ist der zentrale Punkt. Wenn Arbeit jenseits der Grenze billiger ist und Unternehmen mit der Personenfreizügigkeit ohne Einschränkung auf ein riesiges externes Arbeitskräftepotenzial zugreifen können, verliert der einheimische Arbeitnehmer an Verhandlungsmacht – insbesondere der Mittelstand. Und wenn er Verhandlungsmacht verliert, verliert er Lohn. Wenn er Lohn verliert, verliert er Würde. Wenn er Würde verliert, verliert er das Vertrauen in den Staat. Und das ist kein Zufall. Es ist das Ergebnis politischer Entscheidungen, die den Markt geöffnet haben, ohne diejenigen zu schützen, die hier leben. Das ist die Wahrheit, die zu lange ignoriert wurde.
In diesem Umfeld sind die jungen Tessiner am stärksten betroffen. Für sie ist der Einstieg ins Berufsleben schwieriger geworden. Eine feste Stelle zu finden, ist schwieriger geworden. Sich eine Zukunft aufzubauen, ist schwieriger geworden. Gemäss der Statistik des internationalen Arbeitsamtes ILO sind rund 13 % der jungen Tessinerinnen und Tessiner im Alter von 15 bis 24 Jahren ohne Arbeit und auf Stellensuche. Sie wären unsere Fachkräfte von morgen, die heute von billigen Arbeitskräften aus dem Ausland verdrängt werden. Für viele junge Menschen ist das Gefühl bitter: Man lernt, man engagiert sich, man qualifiziert sich – und stellt dann fest, dass der eigene Kanton weniger Perspektiven bietet als noch für die Generation davor. Jedes Jahr suchen rund 800 junge Tessiner ihr Glück in der Deutschschweiz. Und das ist für einen Kanton wie unseren ein Alarmsignal. Eine Gesellschaft, die ihren Jungen keinen fairen Zugang zum Arbeitsmarkt mehr bieten kann, beginnt zu bröckeln.
Die zweite Folge: Verkehrsüberlastung
Auch hier sprechen wir nicht von einzelnen Eindrücken, sondern vom Alltag für uns Tessiner. Überlastete Strassen, längere Fahrzeiten, eine sinkende Lebensqualität. Der Druck durch Grenzgänger und die zunehmende Mobilität haben den Verkehr zu einer dauerhaften Belastung für Bürger und Unternehmen gemacht. Sie verlieren Zeit und Lebensqualität. Und das ist kein Fortschritt.
Ein verantwortungsvoller Staat misst seinen Erfolg nicht nur an der Zahl der Menschen, die kommen. Sondern daran, ob seine Infrastruktur Schritt halten kann. Deshalb ist das Ziel der Nachhaltigkeits-Initiative einfach: Sie setzt eine Grenze und verpflichtet den Staat zu handeln – zum Schutz von Infrastruktur, Gesundheitssystem und Lebensqualität.
Die dritte Folge: Kaufkraftverlust
Ein Problem kommt nie allein. Wenn die Löhne unter Druck geraten, wenn Wohnraum teurer wird, wenn der Verkehr überlastet und die Schulen, Spitäler etc. überfordert sind, dann bleibt für den Durchschnittsbürger weniger übrig – weniger Sicherheit, weniger Spielraum, weniger Perspektiven.
Das muss man ihm nicht extra erklären. Er sieht es am Monatsende in seinem Portemonnaie. Und wenn eine wachsende Zahl von Menschen viel arbeitet und immer weniger davon hat, dann hat die Politik die Pflicht zu handeln.
Die vierte Folge: steigende Kriminalität – auch im Asylbereich
Auch hier braucht es Klartext. Wenn ein System die Kontrolle verliert, wächst die Unsicherheit. Wenn Verfahren zu langsam sind oder missbraucht werden, tragen die Bürger die Konsequenzen. Und das erste Opfer ist immer der ehrliche Bürger.
Das Tessin kennt dieses Problem seit langem. Und heute zeigt es sich immer deutlicher auch im Rest der Schweiz. Die importierte Kriminalität hat massiv zugenommen. Es vergeht kaum ein Tag ohne Gewalt, Einbrüche, Diebstähle, sexuelle Belästigung und Vergewaltigungen.
Deshalb ist unsere Botschaft klar.
Wir sind nicht gegen Zuwanderer. Wir sind für die Schweiz.
Für ein nachhaltiges Wachstum.
Für einen Arbeitsmarkt, der die hier lebenden Menschen schützt.
Für Schweizer Löhne.
Für Sicherheit und Ordnung.
Zuwanderung ist wie Wasser: Wenn man sie steuert, bewässert sie den Garten; wenn sie unkontrolliert kommt, wird sie zur zerstörerischen Flut.
Dem Tessin steht das Wasser bereits bis zum Hals. Jetzt beginnt der Rest der Schweiz zu verstehen, was wir seit Jahren sagen: Ohne Grenzen, ohne Kontrolle, ohne politischen Willen gibt es keine Offenheit. Es gibt nur Orientierungslosigkeit.
Deshalb ist diese Initiative notwendig.
Um die Arbeitsplätze der Einheimischen zu schützen.
Um die Löhne des Mittelstands zu schützen.
Um die Lebensqualität zu schützen.
Um die Schweiz zu schützen.
Denn unsere Grenzen zu verteidigen ist keine Abschottung.
Es ist Verantwortung.
Und ohne Verantwortung verliert eine Nation sich selbst.