Wo sind sie denn, all die Fachkräfte?

Die Zuwanderungs-Rechnung geht nicht auf: Je mehr Zuwanderer in die Schweiz kommen, desto grösser wird der Fachkräftemangel. Ein JA zur Nachhaltigkeits-Initiative «Keine 10-Millionen-Schweiz» stoppt diesen Teufelskreis.

Katja Riem
Katja Riem
Nationalrätin Kiesen (BE)

Die Diskussion über Zuwanderung ist oft von grossen Erwartungen geprägt. Die Befürworter sagen: Die Zuwanderung löse den Fachkräftemangel, stärke die Wirtschaft und sichere unseren Wohlstand. Doch die Realität sieht klar anders aus.

Uns wurde schon viel versprochen. Bei der Einführung der Personenfreizügigkeit war in den Abstimmungsunterlagen von rund 8'000 Zuwandernden pro Jahr die Rede. Tatsächlich sind es im Schnitt fast 80'000 – also etwa zehnmal so viele. Mit Personenfreizügigkeit, Asyl und aus Drittstaaten kommen aktuell insgesamt über 100'000 Zuwanderer pro Jahr zusätzlich in die Schweiz. Allein in den letzten 12 Jahren kamen fast eine Million Zuwanderer.

Zuwanderung in Branchen mit hoher Arbeitslosigkeit
Man sollte meinen, dass  diese Zuwanderer den Fachkräftemangel längst gelöst haben, oder? Tatsächlich ist das Gegenteil der Fall. Der Fachkräftemangel hat sich seit der Einführung der EU-Personenfreizügigkeit vervierfacht!

Die Zahlen zeigen es eindrücklich: Von 10 Zuwanderern arbeiten nur 5 (inkl. Teilzeitjobs). 2,5 besetzen eine Stelle im öffentlichen Sektor beispielsweise als Lehrer, Pflegerin oder Beamte. Alles Stellen, die nur nötig sind, weil die Bevölkerung aufgrund der Zuwanderung massiv wächst. Nur eine einzige zugewanderte Person arbeitet in einer Branche, in der tatsächlich Fachkräftemangel herrscht.

Die meisten Zuwanderer arbeiten also nicht oder nicht dort, wo sie gebraucht werden. Stattdessen landen viele in Branchen, die schon unter Druck stehen. Mehr Konkurrenz führt zu mehr Druck auf die Löhne und das trifft vor allem jene, die ohnehin wenig Spielraum haben. Der Arbeitsmarkt bleibt nur stabil, wenn Angebot und Nachfrage zusammenpassen. Dafür braucht es eine ehrliche Analyse und klare Konsequenzen.

Gewerkschaften kassieren Millionen
Die Gewerkschaften drücken sich vor dieser ehrlichen Analyse. Logisch, denn für die Gewerkschaften ist die EU-Personenfreizügigkeit ein gutes Geschäft. Sie kassieren durch die flankierenden Massnahmen (Arbeitnehmerschutz-Massnahmen, die im Personenfreizügigkeitsabkommen geregelt sind) Millionen an Steuergeldern. Kein Wunder fürchten sie die Nachhaltigkeits-Initiative «Keine 10-Millionen-Schweiz» wie der Teufel das Weihwasser.

Die Volksinitiative würde das Geschäftsmodell der Gewerkschaftsbosse beenden, inländische Arbeitskräfte stärker einbeziehen und den ausländischen Druck auf die Löhne besser regulieren. Deshalb am 14. Juni JA zur Nachhaltigkeitsinitiative «Keine 10 Millionen Schweiz!»

Katja Riem
Katja Riem
Nationalrätin Kiesen (BE)
 
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