Neutralität: Fakten statt Behauptungen

Die Schweizer Neutralität steht im Zentrum der politischen Debatte. Viele Einwände gegen die Neutralitäts-Initiative klingen verständlich. Doch wer genauer hinschaut, erkennt parteipolitische Sprüche statt Fakten. Die Neutralität garantiert unsere Sicherheit.

 1. «Neutralität ist veraltet»

Im Gegenteil. Gerade wenn sich die grossen Mächte gegenüberstehen, braucht es Länder, die mit allen reden können. Für ein kleines Land wie die Schweiz ist Neutralität kein Relikt aus der Mottenkiste. Sie ist ein Schutz und ein Weg, unabhängig zu bleiben.

 2. «Neutralität hilft Putin»

Nein. Neutralität bedeutet nicht Unterstützung für Mächtige. Die Schweiz kämpft weder für Putin noch für andere Grossmächte. Gerade weil sie nicht Partei ergreift, kann sie vermitteln und Brücken bauen. Und den Schwachen helfen. Wer Partei ergreift, verliert diese Möglichkeit.

 3. «Neutral sein ist feige»

Das Gegenteil ist richtig. Die bewaffnete Neutralität bedingt die Fähigkeit, uns im Ernstfall selbst verteidigen zu können. Neutral zu sein, erfordert aussenpolitischen Mut. Feige wäre es, sich unter fremdem Kommando in fremde Kriege hineinziehen zu lassen. Unsere erste Pflicht gilt der Sicherheit der Schweiz.

 4. «Neutralität isoliert die Schweiz»

Die Schweiz gehört zu den offensten Ländern der Welt. Wir handeln mit allen, pflegen Beziehungen zu allen und helfen Menschen in Not. Neutralität öffnet Türen – sie schliesst keine. Wer sich dagegen einem Machtblock anschliesst, gibt seine Freiheit aus der Hand.

 5. «Neutralität ist egoistisch»

Nein. Neutralität schützt unsere Bevölkerung, unsere Wirtschaft und unsere Unabhängigkeit. Das ist der Auftrag. Und ein unabhängiges Land kann anderen besser helfen – mit Welthandel, Vermittlung, Guten Diensten und humanitärer Hilfe.

 6. «Die Initiative fesselt den Bundesrat»

Ja, sie setzt dem Bundesrat klare Grenzen. Genau das ist gewollt. Denn die Grundsätze der Schweizer Neutralität dürfen nicht bei jedem Regierungswechsel neu ausgelegt werden. Was für unser Land wichtig ist, gehört in die Verfassung. Klare Regeln schaffen Sicherheit und Vertrauen.

Fazit: Die Schweizer Neutralität ist weder feige, noch veraltet, noch egoistisch, noch pro-russisch. Sie schützt unsere Unabhängigkeit, bewahrt unseren Spielraum und macht uns frei.

Neutralität ist kein Relikt der Vergangenheit.

Sie ist ein Teil der Schweizer Stärke – und deshalb gehört sie endlich in unsere Verfassung.

Deshalb: Ja am 27. September zur Neutralitätsinitiative.

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