Editorial

Sofortiger Rückzug der Schweizer Truppen aus dem Kosovo!

Die Spannungen an der Grenze von Serbien zum Kosovo nehmen massiv zu. Die serbische Armee hat sich in den letzten Tagen alarmbereit in Kampfstellung gebracht. Gut möglich, dass die Situation vor Ort eskaliert. Und mittendrin sind Schweizer Armeeangehörige im Rahmen des KFOR-Einsatzes der NATO!

Mauro Tuena
Mauro Tuena
Nationalrat Zürich (ZH)

Unter keinen Umständen dürfen in einer solchen Situation Schweizer Armeeangehörige involviert werden. Die Schweiz ist ein neutrales Land und kein Mitglied der NATO. In einem Konfliktfall darf sie sich weder auf die eine (Serbien) noch auf die andere Seite (Kosovo) stellen.

Aus diesem Grund ist es zwingend nötig, dass die Schweiz ihre 195 Armeeangehörigen sofort aus den Konfliktgebieten zurückzieht. Zu gross ist die Gefahr, dass sie in einen bewaffneten Konflikt hineingezogen werden. Die zuständige VBS-Chefin Viola Amherd muss den Abzug der Schweizer Truppen umgehend vorbereiten. Zumal dieser mehr als fragwürdige Militär-Einsatz rund 45 Millionen Franken im Jahr kostet.

Die Schweiz pflegte in der Vergangenheit gute Kontakte sowohl mit Serbien als auch mit dem Kosovo. Der Bundesrat sollte zeitgleich mit dem Abzug der Truppen alles daransetzen, die verfeindeten Länder an den diplomatischen Tisch auf neutralem Boden in der Schweiz zu holen. Hier ist Aussenminister Ignazio Cassis gefordert. Wir sollten die Neutralität der Schweiz stärken, statt uns in fremde Konflikte zu mischen. Das hilft bei der Konfliktlösung und sorgt dafür, dass unsere Armeeangehörigen nicht in Särgen nach Hause reisen müssen.

Mauro Tuena
Mauro Tuena
Nationalrat Zürich (ZH)
 
Wir verwenden Cookies, um Inhalte und Anzeigen zu personalisieren, Funktionen für soziale Medien anbieten und Zugriffe auf unsere Webseite analysieren zu können. Ausserdem geben wir Informationen zur Nutzung unserer Webseite an unsere Partner für soziale Medien, Werbung und Analysen weiter.Details ansehen Details ansehen
Ich bin einverstanden