In der Schweiz bilden wir falsch aus, an den Bedürfnissen des Marktes vorbei. Pflegepersonal und Handwerker werden dringend gebraucht, während immer mehr Uni-Abgänger arbeitslos sind.

Wir pumpen extrem viel Geld in gewisse Studien an den Universitäten, aber deren Abgänger finden keinen Job. Das haben auch Vertreter anderer Parteien realisiert. Etwa alt SP-Nationalrat, Ökonom und ehemaliger Preisüberwacher Rudolf Strahm. Er sagte in der NZZ:
«Die Personenfreizügigkeit ist auch eine Ursache des Fachkräftemangels, zum Beispiel im Gesundheitswesen: Die steigende Nachfrage haben wir jahrelang mit Ärzten und Pflegerinnen aus dem Ausland aufgefüllt und bei uns die teure Ausbildung gespart. 3000 junge Maturanden, die jedes Jahr gerne Medizin studieren wollten, wurden wegen des Numerus clausus nicht zum Medizinstudium zugelassen. Tausende, vor allem junge Frauen, wurden nicht zu Fachangestellten Gesundheit ausgebildet, weil die Rekrutierung im Ausland für die Spitäler einfacher war. Obschon das Interesse da wäre. Selbst niederschwellige Angebote wurden bekämpft.»
Für unsere Zukunft müssen wir Praktiker ausbilden, die wissen, wie man eine Schaufel hält oder ein Dach deckt. Und mit unserer Initiative geht die Zuwanderung auch nicht auf null zurück. Netto können bis 2050 immer noch fast eine Million Personen kommen. Wenn das jene Fachkräfte sind, welche die Wirtschaft wirklich braucht, haben wir kein Problem.

