Linke Stimme gegen die Massenzuwanderung
Alt SP-Nationalrat Rudolf Strahm übt deutliche Kritik, weil die linken Parteien und Politiker die sozialen Folgen der starken Zuwanderung verdrängen.

Er gehört zu den prominentesten Stimmen der Schweizer Linken: Rudolf Strahm, Ökonom, ehemaliger SP-Nationalrat und Preisüberwacher. Strahm zeigt Verständnis für die Unterstützer der SVP-Nachhaltigkeits-Initiative «Keine 10-Millionen-Schweiz!». Dabei kritisiert er vor allem, dass linke Parteien die sozialen Folgen der starken Zuwanderung verdrängen würden.
Rudolf Strahm und mit ihm auch gleichgesinnte Gewerkschafter nehmen die Initiative – oder zumindest die Sorgen dahinter – durchaus ernst. Strahm wirft der eigenen SP einen «Hypermoralismus» vor, während sie reale Probleme wie Wohnungsknappheit, steigende Mieten und die Belastung der Infrastrukturen ignoriere. Auch für Strahm ist klar: Die Zuwanderung führt zu einem spürbaren Dichtestress im Alltag der arbeitenden Bevölkerung.
Kündigung der Personenfreizügigkeit ist «leere Angstmacherei»
Der Druck auf die Löhne und die steigenden Kosten wegen der ungebremsten Zuwanderung sind eine Realität, die gerade die Werktätigen in der Privatwirtschaft und die Angestellten im Niedriglohnbereich belastet. Strahm sieht hier ein Versagen der Linken, welche die Sorgen der «Arbeiterklasse» in dieser Frage zunehmend der SVP überlasse.
Rudolf Strahm fordert griffige Massnahmen zum Schutz des inländischen Arbeitsmarktes und zur Bewältigung der Siedlungsprobleme. Dabei übt er massive Kritik am «Wegschauen und Zuwarten» der linken Partei-Elite. Die Warnung der Gegner, ein Ja zur Initiative «Keine 10-Millionen-Schweiz!» würde automatisch zur Kündigung der Personenfreizügigkeit mit der EU führen, bezeichnet Strahm als «leere Angstmacherei».
Hohe Zuwanderung sorgt für Lohndruck
Die Gewerkschaften behaupten in ihrer millionenteuren Nein-Kampagne, mit einem Ja zur Nachhaltigkeits-Initiative würden die Löhne in der Schweiz sinken. Das ist absolut lächerlich. Es ist gerade die hohe Zuwanderung, die in vielen Branchen für Lohndruck sorgt. Zuwanderer machen die gleiche Arbeit für weniger Lohn. Die anhaltend hohe Zuwanderung ist auch der Hauptgrund, warum die Löhne in der Schweiz kaum mehr steigen. Wer diese Probleme ändern möchte, stimmt am 14. Juni Ja zur Nachhaltigkeits-Initiative.
